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Ehemaliges Benq-Duo will mit Viewsonic durchstarten

»Wir wollen keine Benq-Kopie sein«

17. August 2016, 11:01 Uhr   |  Timo Scheibe | Kommentar(e)

»Wir wollen keine Benq-Kopie sein«

Thomas Müller

General Manager Thomas Müller und Vertriebsleiter Dominic Mein wechselten im Juli von Benq zum Konkurrenten Viewsonic. Das Duo will mit seiner Erfahrung den US-Hersteller in der DACH-Region nach vorne bringen und dabei sowohl auf bewährte als auch auf neue Strategien setzen.

Mit dem Abschied von General Manager Thomas Müller und Vertriebsleiter Dominic Mein verlor Benq zwei langjährige Mitarbeiter, die den taiwanesischen Hersteller mit ihrer Arbeit als Top-Marke in der DACH-Region etabliert haben. Eine ähnliche Erfolgsgeschichte will das Duo nun bei Viewsonic schreiben und dabei auch auf ihre Erfahrungen bei Benq zurückgreifen. »Wir wollen aber keine reine Kopie sein«, betont Mein. Stattdessen wolle er einiges anders machen, smarter werden und Prozesse beim US-Hersteller besser durchdenken. »Thomas und ich stehen jedoch auch weiterhin als Persönlichkeiten für klare Strukturen und Ehrlichkeit«, sagt der neue Viewsonic-Vertriebsleiter.

Der US-Hersteller ist derzeit vor allem in den Vereinigten Staaten und in Asien etabliert, in Europa hingegen eher schwach aufgestellt. Das soll sich in Zukunft jedoch ändern. Mit einem vierköpfigen Team geht Viewsonic am neuen Büro-Standort in Dorsten die Herausforderung an. Neben Müller als General Manager und Mein als Vertriebsleiter wird mit Christian Treschan ebenfalls ein ehemaliger Benq-Weggefährte als Account Manager den Reseller Bereich für den US-Hersteller betreuen. In der nächsten Zeit soll zudem ein fünfter Vertriebsmitarbeiter im Bereich Corporate und Reseller an Bord kommen.

Neben dem neuen Team geht Viewsonic auch mit einer neuen Strategie an den Markt. »Die hat in der Vergangenheit gefehlt, jetzt wollen wir mit einer klaren Linie und neuem Setup etwas aufbauen«, erklärt Müller im Gespräch mit CRN. Dazu gehört eine Trennung des Portfolios zwischen B2B und B2C sowie zielgerichtete Adressierung von Schlüsselmärkten und Vertriebskanälen. »Für uns steht der Fachhandels- und Corporate-Bereich im Vordergrund«, erläutert Müller.

Bei seinen Plänen arbeitet der US-Hersteller in der DACH-Region mit den drei Distributoren Also, Ingram Micro und Delo zusammen. »Wir haben mit jedem einen eigenen Fokus-Schwerpunkt ausgearbeitet«, erklärt Mein. So ist beispielsweise Also für das Fachhandels-Geschäft, Ingram für das B2B-Fullfilment und Delo für Large Format Displays zuständig. Zuvor hat jeder Distributor alles gemacht, jetzt herrscht laut Mein Klarheit darüber, wer für welchen Bereich zuständig ist. Das Vorgehen sei von den Großhändlern vom ersten Tag an gut aufgenommen worden. »Jetzt freuen sich alle darauf, die Märkte mit uns zu entwickeln«, sagt Mein.

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2. Reseller können mitentscheiden

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