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Neue Märkte und Kundengruppen im Visier

Oki geht vertikal

05. Februar 2020, 13:49 Uhr   |  Michaela Wurm

Oki geht vertikal
© Oki

Thomas Seeber, Vice President Central Region bei Oki

Im klassischen Büroumfeld ist Oki schon seit Jahrzehnten ein etablierter Player. Weil hier aber immer weniger gedruckt wird, entwickelt der Hersteller sein Produktportfolio gezielt weiter, um neue Kundengruppen zu erschließen.

Im vergangenen Jahr hatte Oki Grund zu feiern: 2019 war die Niederlassung des japanischen Konzerns am Standort Düsseldorf seit 35 Jahren im deutschen Markt tätig. Im Vergleich zum Mutterkonzern ist die deutsche Landesgesellschaft dagegen ein Jungspund. Das 1881 gegründete Unternehmen war Japans erster Hersteller von Telekommunikationsanlagen.

In der Düsseldorfer Zentrale sind einige Oki-Mitarbeiter seit den Anfangsjahren dabei. Vor kurzem hat Thomas Seeber, Vice President Central Region, seiner Assistentin einen Award für 30-jährige Betriebszugehörigkeit überreicht, wie er im Gespräch mit CRN berichtet. Auch einige Oki-Händler seien schon sehr lange an Bord – nicht zuletzt deshalb, weil Oki von Beginn an bis heute ausschließlich auf den indirekten Vertrieb über qualifizierte Fachhändler setze. Seeber, der nach vielen Jahren auf internationalen Positionen seit 2017 an der Spitze von Oki Deutschland steht, kommt das entgegen. Er sei »kein Direktgeschäftsmann. Ich kann Channel.«

»Mir sind die Landesgrenzen egal«
Die Vertriebsstruktur hat sich Seeber, der für das Geschäft in Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Österreich und Schweiz verantwortlich ist, deshalb gleich nach seinem Amtsantritt vorgenommen und mittlerweile ein länderüberreifendes System aufgebaut (CRN berichtete). »Heute sprechen wir nicht mehr für Oki Deutschland, sondern für die ganze Region – auch mit der Distribution. Mir sind die Landesgrenzen egal«, so sein Fazit. Ein Kunde kann heute für seine Niederlassung in Polen oder Italien auch im Land einkaufen. Probleme mit Reimporten müsse Oki nicht fürchten. »Wir haben überall die gleiche Preise«, so Seeber. Das sei gerade für die Händler wichtig, »denn wenn die Händler unzufrieden sind, ist unser Geschäft erledigt.« Natürlich sei kein Hersteller wirklich gegen Graumarktprobleme immun. Auch Oki ergreife dagegen Maßnahmen und bedrucke beispielsweise jede Tonerkartusche mit einer Seriennummer.

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