Schwerpunkte

Reine Serviceverträge alleine reichen nicht mehr

MPS wird Teil der Prozessberatung

06. April 2018, 13:22 Uhr   |  Peter Tischer | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 4 .

Goldgräberstimmung dank DSGVO

Michael Rabbe, Head of Business Sales bei Epson Deutschland
© Epson

Michael Rabbe, Head of Business Sales bei Epson Deutschland

Bei den IT-Dienstleistern, welche die anfänglichen Hürden gemeistert und ihr MPS-Geschäft erfolgreich mit weiteren Dienstleistungen flankiert haben, dürften die nächsten Monate dank der kommenden DSGVO für gute Umsätze sorgen. »Aufgrund der DSGVO und den damit verbundenen Beratungsbedarf herrscht in der Branche wieder eine Goldgräberstimmung wie zu Zeiten der ersten MFPs«, so Schnellmann. Früher habe er die kommende Verordnung verteufelt, inzwischen sehe er sie als große Chance, da sie Kunden dazu veranlasse, aktiv auf den Fachhandel zuzugehen. Unternehmen sind durch die neue EU-Verordnung gezwungen, ihre Prozesse und Systeme hinsichtlich Kundendaten zu prüfen, anzupas-
sen und abzusichern. »Bei Druckern und Multifunktionssystemen erwarten wir eine wachsende Nachfrage unter anderem nach Sicherheitslösungen für Hard- und Software«, erläutert Michael Rabbe von Epson. Die einfachste Erweiterung seien beispielsweise Zugriffskontrollen, unter anderem in Form von Kartenlesern und entsprechender Software, bei denen Drucke erst nach entsprechender Authentifizierung ausgegeben würden. Auf Händler kommt indes die Aufgabe zu, Kunden zu beraten. Gleichzeitig müssen sie Systeme, die sie im Rahmen von Outsourcing-Verträgen für Kunden betreiben, prüfen und gegebenenfalls sicherheitstechnisch anpassen.

Durch die verunsicherten Kunden eröffnen sich zwar neue Chancen und Geschäftsmöglichkeiten, allerdings steigen die Anforderungen an die IT-Dienstleister und Händler ebenfalls, und das nicht nur wegen der DSGVO. »Das liegt wesentlich an der Rolle, welche MPS- und mehr noch MDS-Konzepte inzwischen einnehmen. Stichwort: Digitalisierung und Automatisierung. Das Thema Datensicherheit steht ja auch nicht erst seit heute auf der Agenda«, betohnt Ingo Wittrock von Ricoh. Eben deshalb sei ein ganzheitlicher Lösungsansatz, der die Beratung und die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden in das Zentrum stelle, von allergrößter Wichtigkeit. »Denn selbst wenn die Digitalisierung nach wie vor wesentlich technologiegetrieben ist, viele der mit ihr im Zusammenhang stehenden Anforderungen auf Kundenseite sind so individuell, dass sie sich nicht mehr durch Bereitstellung von Technologie von der Stange bedienen lassen.« Vielmehr gehe es um die optimale Kombination aus Technologie, also Hard- und Software, und Services. »Eben diese Kombination macht das Geschäft, wenn man es gewinnbringend und zum Nutzen und Mehrwert des Kunden umsetzen will, so beratungsintensiv und anspruchsvoll.«

Für Michael Lang von Lexmark geht die Bedeutung von MPS-Konzepten, wenn sie mit umfassender Beratungsleistung verbunden werden, weit über die reine Kosteneinsparung hinaus: »Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein professionelles und langfristiges MPS-Konzept in Unternehmen nicht nur Kosten in Höhe von 20 bis 30 Prozent einspart. Vielmehr besteht die hohe MPS-Kunst darin, die gesamte, oft globale Output-infrastruktur sowie die Geschäftsprozesse eines Unternehmens zu optimieren. MPS fungiert hier sehr häufig als strategischer Weg-bereiter für Unternehmen, welche die digitale Geschäftstransformation in Angriff nehmen wollen«, sagt Lang.

Seite 5 von 5

1. MPS wird Teil der Prozessberatung
2. Fachhandel als IT-Consultant
3. Einhörner sind gefragt
4. Partnersuche bei Neueinstieg
5. Goldgräberstimmung dank DSGVO

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Verwandte Artikel

Epson, Kyocera, Ricoh Deutschland GmbH, Lexmark

Drucker

DMS