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Japan-Katastrophe trifft IT-Unternehmen hart

15. März 2011, 16:02 Uhr   |  Nadine Kasszian

Japan-Katastrophe trifft IT-Unternehmen hart

Eine brennende Raffinerie in Japan

Die unglaubliche Katastrophe in Japan hat große Auswirkungen auf die IT-Unternehmen mit Sitz in Japan. In den stark betroffenen Regionen Tohoku mit den Präfekturen Fukushima und Miyagi sitzen beispielsweise Unternehmen wie Sony, Canon oder Epson. Ein Epson Werk liegt sogar in unmittelbarer Nähe zu dem Atomkraftwerk »Fukushima No. 1«.

Japan ist ein Technologie-Land. Die Liste der japanischen Elektronikonzerne ist lang: Brother, Epson, Canon, Fujitsu, Sony oder Toshiba sind nur einige Beispiele. Im Industriegebiet der am stärksten in Mitleidenschaft gezogenen Region Tohoku mit den Präfekturen Fukushima und Miyagi sitzen IT-Unternehmen wie zum Beispiel Sony, Epson oder Canon.

Es ist davon auszugehen, dass sich die Katastrophe in Form von Lieferengpässen auf den deutschen Markt auswirken wird. Die meisten Hersteller können allerdings zu diesem Zeitpunkt schwer abschätzen, wie groß die Ausmaße wirklich sein werden, zumal viele der Unternehmen hauptsächlich in anderen Ländern wie China oder Taiwan produzieren.

»Die Produktion von Brother-Produkten findet nur noch in einem begrenzten Umfang in Japan statt«, erklärt Brother in einem Statement. »Speziell Drucker und Multifunktionsgeräte werden gar nicht mehr in Japan gefertigt. Zudem befinden sich die Firmenzentrale sowie die japanischen Werke nicht in der Unglücksregion und sind somit nicht unmittelbar betroffen. Derzeit arbeiten alle Werke normal. Ob und welche Auswirkungen zukünftige Ereignisse und/oder staatliche Maßnahmen auf die Produktion in Japan haben, ist derzeit noch nicht absehbar.«

»Epson besitzt Produktionsstätten über den ganzen Globus verteilt. Aber wie es zum Beispiel mit Zulieferern und Rohstoffen aussieht, kann man jetzt noch nicht sagen«, kommentiert Epson die momentane Situation.

Die Unternehmen drücken in Pressemeldungen ihr Mitgefühl aus und bieten finanzielle Hilfe an. Für Wiederaufbau- und Hilfsmaßnahmen nach der verheerenden Naturkatastrophe in Japan stellt Brother genauso wie Epson, Kyocera und Fujitsu 100 Millionen Yen, umgerechnet rund 875.000 Euro, zur Verfügung. Canon und Sony helfen mit 300 Millionen Yen.

Zusätzliche Hilfe bieten die Hersteller an, indem sie versuchen, nicht unnötig Ressourcen wie Energie, Wasser oder Gas zu verbrauchen.

Trotz der unfassbaren Katastrophe gibt es auch gute Nachrichten: Brother Mitarbeiter im Hauptsitz Nagoya, etwa 350 Kilometer südlich von Tokio gelegen, sind unverletzt. Ebenso ist eine der wichtigsten Brother Fabrikationsstätten für Werkzeugmaschinen, in Kariya, Aichi Japan, völlig unbeschädigt.

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1. Japan-Katastrophe trifft IT-Unternehmen hart
2. Arbeit zum Teil eingestellt
3. Auch bei Sony stehen die Maschinen still

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