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HP skeptisch über Xerox-Deal

HPs CEO fürchtet Nachteile für Partner

26. Februar 2020, 12:00 Uhr   |  Michaela Wurm

HPs CEO fürchtet Nachteile für Partner
© HP

HP-CEO Enrique Lores

Die von Xerox betriebene Übernahme stößt bei HP auf wenig Gegenliebe. Der Drucker- und PC-Hersteller befürchtet gravierende Nachteile für das Unternehmen, die Aktionäre und seine Partner.

Die Übernahmeversuche von Xerox stoßen bei HP nach wie vor nicht auf Begeisterung. Auch das  erneut nachgebesserte Angebot des Kopiererspezialisten auf zuletzt knapp 35 Milliarden Dollar (CRN berichtete) hält HP weiter für zu niedrig. Das Management sieht das Unternehmen deutlich unterbewertet, erklärte sich aber trotzdem zu Gesprächen mit dem deutlich kleineren Angreifer bereit.
In einem Analysten-Call zu den aktuellen Quartalszahlen äußerte sich HPs CEO Enrique Lores jetzt extrem skeptisch über die zu erwartenden Auswirkungen des Deals. Das Übernahmeangebot beeinträchtige die Zukunft von HP und der HP-Aktie, so Lores laut CRN.com. Vor allem aber sieht er negative Auswirkungen für den HP-Channel.

HP und Xerox seien zwei völlig verschiedene Unternehmen, betonte der HP-CEO. »HP ist weltweit führend bei PCs wie bei Printern. Xerox ist bei Personal Systems gar nicht vertreten und hat bei Print keine annähernd so starke Stellung wie HP.« HP sei ein Technologieführer. Xerox besitze dagegen seit dem Ausstieg aus dem Fuji-Xerox-Joint-Venture weder eine langfristige Technologie noch eine Supply-Roadmap. Laut Lores sei HP über die letzten fünf Jahre um 10,5 Milliarden Dollar gewachsen. Allein dieser Umsatzzuwachs sei höher als der gesamte Konzernumsatz von Xerox.

Der CEO wies vor allem auf die zu befürchtenden Auswirkungen auf den HP-Channel hin. Ein Grund für HPs erbitterte Abwehrversuche der Übernahme seien die negativen Folgen für die HP-Partner, so Lores im Gespräch mit CRN.com: »Wir wickeln die große, große Mehrheit unserer Geschäfte über Vertriebspartner ab, und dies war immer ein entscheidender Teil unseres go to market.« Xerox habe einen ganz anderen Ansatz und sei historisch stets eine Direktvertriebsorganisation gewesen. Das Unternehmen befinde sich deshalb erst im Anfangsstadium, um zu verstehen, wie das Vertriebskanalmodell funktioniere.

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