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3D Druck: Was funktioniert und was nicht

Flugzeugteile und Gebisse aus dem 3D-Drucker

31. Juli 2017, 15:11 Uhr   |  Michaela Wurm


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Organe

© Fotolia 102538957 Andy Dean

Können mit einem 3D‑Drucker Organe gedruckt werden? Die Antwort ist definitiv nein. Bisher ist es nicht möglich, Organe mit einem 3D‑Drucker herzustellen. Es gibt bereits Drucker, die biologisches Material extrudieren können, und es wird in der Tat in Forschungen und Entwicklungen investiert, die dazu führen könnten, dass eines Tages menschliches Gewebe gedruckt werden kann. Doch momentan stellt dieses Anwendungsgebiet nur einen äußerst kleinen Anteil des 5-Milliarden-Dollar-Marktes für 3D‑Drucker dar. In anderen medizinischen Bereichen fasst die Technologie jedoch bereits Fuß. Einer der Hauptvorteile des 3D‑Drucks liegt darin, dass er sich zur Massenproduktion individualisierter Komponenten eignet. Ein und dieselbe Maschine kann also zahlreiche Produkte mit geringfügigen Unterschieden produzieren.

Ein gutes Beispiel dafür sind Hörgeräte und transparente Zahnspangen, die bereits seit über 15 Jahren von 3D‑Druckern gefertigt werden. Der Markt dafür ist sehr groß, und jedes einzelne Teil ist auf den jeweiligen Patienten abgestimmt. Ebenso ist auch die Orthopädie ein großer Markt für den 3D‑Druck. Sie wussten vielleicht bereits, dass Kunststoffprothesen für den äußerlichen Einsatz von 3D‑Druckern hergestellt werden, doch inzwischen werden immer häufiger hochmoderne Metall-3D‑Drucker eingesetzt, die in der Lage sind, Implantationsprothesen zu fertigen. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht über die Herstellung eines Titanimplantats für die Schädeldecke oder den Ersatz eines anderen Knochens durch ein maßangefertigtes Metallimplantat berichtet wird. Dies ist bereits Realität und kein Forschungs- und Entwicklungsprojekt der Zukunft.

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2. Organe
3. Nahrungsmittel
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5. Gebäude
6. Kleidungsstücke
7. Flugzeugtriebwerke

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