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Knappe Produkte und hochpreisige Nischen

Die Corona-Krise und der Monitormarkt

09. März 2020, 14:37 Uhr   |  Elke v. Rekowski

Die Corona-Krise und der Monitormarkt
© Corgarashu - Fotolia

Durch die Corona-Epidemie verursachte Produktionsprobleme könnten bereits im 2. Quartal 2020 zu einer Verlangsamung der Monitorverkäufe führen. Davon geht das Marktforschungsunternehmens Context aus. Die Entwicklung könnte auch dazu führen, dass attraktive Nischen mit hoher Marge wichtiger werden.

Nach einem starken Jahr 2019 und einem guten Start in 2020 könnte es bereits im zweiten Quartal zu einer Verlangsamung der Monitorverkäufe in Westeuropa kommen. Als Grund dafür benennen die Marktforschervon Context Fabrikschließungen in China aufgrund des Coronavirus und damit verbundene Lieferengpässe.

Noch alles offen

Die kurzfristigen Engpässe könnten dann im dritten Quartal einen Nachfrageschub und Preisanstiege auslösen und die Geschäfte in der zweiten Jahreshälfte beflügeln. Dadurch könnte die zweite Jahreshälfte 2020 zum leistungsstärkeren Teil des Jahres werden.

Sollte COVID-19 jedoch weiterhin ernsthafte Auswirkungen auf die Lieferketten und die Produktionsstätten haben, könnten der Negativtrend für den Monitormarkt in Westeuropa das gesamte Jahr 2020 anhalten, fürchten die Marktforscher.

In der vom Coronavirus besonders betroffenen chinesischen Stadt Wuhan gibt es fünf wichtige Display-Fabriken. Überall im Land ist es für die Arbeiter schwierig, ihre Tätigkeiten in den IT-Produktionsstätten unter strikter Quarantäne und mit Reiseverboten wieder aufzunehmen.

Guter Jahrsauftakt

2019 konnten sich die Anbieter von Monitoren über ein gutes Geschäftsjahr freuen. Der Markt für Business-Displays wuchs um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr und im Consumer-Segment betrug das Wachstum vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Dieser Trend setzte sich auch im Januar fort. Dank verspäteter Desktop-basierter Windows 10-Upgrades verzeichneten die Händler einen Anstieg des Geschäftsvolumens um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mehr Verkäufe in höheren Preisklassen wie bei den 27"- und 29"-Modellen und den Modellen mit USB-C-Ports trugen dazu bei, dass die Umsätze im Januar im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent stiegen.

Innovationen für höhere Einnahmen

„In Zukunft werden die Anbieter wahrscheinlich trotz der Produktturbulenzen, die durch die COVID-19-Unterbrechung entstanden sind, versuchen, ihre Einnahmen durch die Einführung innovativerer Modelle auf hohem Niveau zu halten, wodurch Nischen mit hohen Margen entstehen“, prognostiziert Dominika Koncewicz, Senior Analystin für Displays bei Context. Dazu zählen könnten ihrer Ansicht nach Modelle mit hoher Auflösung oder Bildwiederholungsrate, verbesserter Ergonomie oder Touchscreens oder sogar Monitore mit Highend-Grafik, die Gamer und andere spezialisierte Anwender adressieren.

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