Sascha Bick, Vertriebsleiter Fachhandel, Retail & Distribution Brother: »Der Handel wird zunehmend mit nicht-produkttechnischen Fragen konfrontiert«

Auch bei Brother macht sich der stagnierende Hardware-Absatz bemerkbar. Der Drucker-Spezialist entwickelt deshalb sein Portfolio weiter und unterstützt seine Partner dabei, mit Beratung, Cross-Selling und Services neue Geschäftsfelder zu erschließen, wie Vertriebsleiter Sascha Bick im CRN-Interview berichtet.

Brother-Vertriebsleiter Sascha Bick (links) konnte auch für 2018 einen Hersteller-Award der CRN in der Kategorie Drucker abholen
(Foto: CRN)

CRN: Wie hat sich im vergangenen Jahr der Drucker-Markt in Deutschland entwickelt?

Sascha Bick: Aufgrund der Veränderungen in den Geschäftsprozessen geht der Trend weg von reinen Druckern hin zu Multifunktionsgeräten. Speziell die Nachfrage nach multifunktionalen Farblasergeräten steigt. In Bezug auf den Geräteabsatz befinden wir uns insgesamt in einem stagnierenden beziehungsweise rückläufigen Markt. Einen Rückgang im Druckvolumen erkennen anhand unserer Verbrauchsmaterialumsätze aber nicht.

CRN: Was sehen Sie als die größten Herausforderungen in diesem Markt für das laufende Jahr 2019?

Bick: Der Handel wird zunehmend mit Fragen konfrontiert werden, die nicht direkt mit technischen Eigenschaften der Produkte in Verbindung stehen, sondern einen softwarerelevanten Hintergrund haben, zum Beispiel die Integration der Geräte in bestehende Cloud-Umgebungen sowie Fragen zur Datensicherung und -speicherung. Hierfür müssen sowohl Hersteller als auch Fachhändler entsprechende Ressourcen und Know-How aufbauen.

CRN: Welche Entwicklungen und Trends versprechen den Drucker-Herstellern neue Chancen?

Bick: Durch den Mangel an Fachkräften und die Verschlankung von Geschäftsprozessen gewinnen Managed-Service-Angebote mehr und mehr an Bedeutung, hier kann die Drucker-Branche von ihrer jahrelangen Erfahrung profitieren und Mehrwerte einbringen.

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