CRN-Interview: »Altbackene 17-Zoll-Monitore genügen den Ansprüchen nicht mehr«

Die Nachfrage nach hochwertigen und teuren Monitoren sorgt in der Branche für Aufbruchstimmung. Marc Seemann, Product Manager Displays bei Acer, erläutert im CRN-Interview, was die Nachfrage befeuert und wie Reseller das Potenzial nutzen können.

Marc Seemann, Product Manager Displays bei Acer
(Foto: Acer)

CRN: Der Displaymarkt ist seit einigen Jahren wieder auf Wachstumskurs. Was sind die Haupt-Wachstumstreiber?

Marc Seemann: Durch die hohe Innovationsrate und die Verbreitung neuer Technologien im Consumer-Bereich ist der Anspruch vieler Mitarbeiter auch an die Monitore im Unternehmen gestiegen. Sie erwarten im Büro den aus dem privaten Umfeld bekannten Standard, sowohl in Hinsicht auf die Größe und Auflösung des Bildschirms, wie auch bei der Qualität des Panels. Altbackene 17-Zoll-Monitore genügen nicht mehr den Ansprüchen, es müssen schon mindestens 24-Zoll-Displays mit IPS-Panel sein. Zudem stellen viele Mitarbeiter mittlerweile auf effizientere und bequemere Dual Display Setups um. Diese Voraussetzungen sorgen für ein steigendes Volumen bei den Neuanschaffungen im Bereich Displays.

CRN: Gibt es vertikale Märkte, in denen sich das Displaygeschäft besonders dynamisch entwickelt?

Marc Seemann: Besonders spannend ist aktuell der Markt im Bereich der Kreativschaffenden. Grafiker, Foto- und Videografen stellen immer höhere Ansprüche an ihre Arbeit, dadurch wird das Thema Displayqualität bei der Bearbeitung des Contents enorm wichtig. Besonders farbtreue und hochauflösende Monitore bis hin zu 4K sind hier gefragt, mittlerweile sogar bei vielen Hobby-Fotografen. Durch die steigende Zahl an Menschen, die selber visuellen Content produzieren, zum Beispiel für YouTube oder Instagram, besteht in diesem Bereich aktuelle eine hohe Nachfrage.

CRN: Wie sind Ihre Erwartungen an die weitere Marktentwicklung für dieses Jahr bzw. die kommenden Jahre?

Marc Seemann: Die aktuelle Entwicklung des Marktes stimmt uns sehr positiv, wir rechnen mit einem stabilen Wachstum auch über das aktuelle Jahr hinaus.

CRN: Noch vor einigen Jahren wurden Displays meist deutlich länger genutzt und seltener ausgetauscht als die PCs. Hat sich das geändert?

Marc Seemann: Dieses Verhältnis verändert sich gerade. Aus den bereits genannten Gründen werden die Austauschzyklen der Displays in den Unternehmen deutlich kürzer. Wichtiger Treiber ist die hohe Innovationsrate, die mit signifikanten Verbesserungen der Displays und greifbarem Mehrwert für die Unternehmen einhergeht.

Übersicht