Bytons Elektro-SUV soll 2019 in Serie gehen: Byton zeigt Smartphone auf Rädern

Byton hat auf der CES Details seines ersten SUV-Serienmodells gezeigt, das noch in diesem Jahr auf den Straßen rollen soll: Das 48 Zoll große, hochauflösende Display und Features wie Amazons Alexa machen den »Byton M-Byte« zu einem rollenden Smartphone.

Auf der CES zeigte Byton erstmals das digitale Cockpit seines Elektro-SUVs
(Foto: CRN)

Bytons erstes bald in Serie gehendes Elektrofahrzeug ist mehr als nur ein Auto, es ist ein smartes Device. Denn das jetzt auf der CES in Las Vegas gezeigte Serien-Cockpit des »M-Byte« bietet alles, was eine hochwertige Smartphone ausmacht – und noch einiges mehr.

Über die ganze Breite des Cockpits erstreckt sich ein hochauflösendes 48-Zoll-Automotiv-Display. Das »Shared Experience Display« (SED) zeigt neben Fahrzeuginformationen auch individuelle digitale Inhalte. In der Mitte des Lenkrads sitzt ein 7-Zoll-Driver-Tablet über das der Fahrer das Fahrzeug konfigurieren und mit dem SED interagieren kann. Mit einem weiteren 8-Zoll-Touch Pad zwischen den Vordersitzen kann auch der Beifahrer das SED steuern und digitale Inhalte nutzen. Und damit auch den Mitfahrern im Fond nicht langweilig wird, gibt es auch für sie eigene Bildschirme an den Rückenlehnen der Vordersitze. Auch die Inhalte dieser Bildschirme können auf dem SED geteilt werden.

Byton hat zudem Amazons Alexa integriert. So können alle Passiere per Sprachsteuerung die gewünschten Features aktivieren. Über die von Byton entwickelte, offen digitalen Plattform werden Anwendungen, Daten und intelligente Geräte miteinander verknüpft. »Byton Life«, analysiert mit Hilfe künstlicher Intelligenz die Präferenzen der Nutzer, um intuitive Unterstützung anzubieten, wie Terminerinnerungen, Online-Shopping-Angebote und mehr. Dabei werden Stimmen der unterschiedlichen Nutzer und Geräusche aus verschiedenen Richtungen im Auto erkannt und den jeweiligen Nutzerprofilen zugeordnet.

2019 werde das entscheidende Jahr für Byton, erklärte Daniel Kirchert, Präsident und Mitgründer von Byton, bei der Präsentation. Der Bau des Werks in Nanjing und die Erprobung mit Prototypen mache sehr gute Fortschritte.

Byton testet Prototypen bereits unter Realbedingungen. Aktuell sind 100 Fahrzeuge auf Teststrecken und im Straßenverkehr unterwegs, um die höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards Chinas, der USA und Europas zu erreichen. Die Serienversion des Byton M-Byte soll im Sommer 2019 vorgestellt werden, die Serienproduktion Ende des Jahres starten.

Das junge Unternehmen hat seine internationale Zentrale, Produktions-, Entwicklungs- und Forschungszentren in Nanjing, China. Das Designentwicklungszentrum für Prototypen und Konzeptfahrzeuge ist in München. Ein US-amerikanisches Entwicklungszentrum wird im Silicon Valley betrieben.

Das Kernteam von Byton besteht aus Experten aus China, Europa und den USA, die zuvor für Unternehmen wie BMW, Tesla, Google oder Apple tätig waren und Know-how aus Bereichen wie Fahrzeugdesign, Automobiltechnik und -fertigung, Elektroantrieb, intelligente Konnektivität, autonomes Fahren, Nutzerschnitt­stellen und Supply-Chain-Management mitbringen.