GfK-Bilanz zum Black Friday: »Teilweise höhere Umsätze als vor Weihnachten«

Die Umsätze des Handels am Black Friday steigen weiter an. Die Preissenkungen animieren viele Verbraucher dazu, sich höherwertige Produkte zuzulegen. Gefragt sind vor allem technische Geräte.

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Der aus den USA stammende Black Friday erfreut sich auch bei europäischen Verbrauchern größter Beliebtheit, jedes Jahr stellt der Handel dank umfangreicher Rabattaktionen neue Umsatzrekorde auf. In Deutschland stiegen die Einnahmen laut einer Untersuchung der GfK in der diesjährigen Black-Friday-Woche um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr – noch größere Zuwächse gab es nur in Spanien (42 Prozent). »Positiv für den Handel ist der Trend, dass die Verbraucher am Black Friday oft zu höherwertigen Produkten greifen. Die Preissenkungen werden gerne dazu genutzt, ein besser ausgestattetes Modell als sonst üblich zu kaufen«, berichtet Norbert Herzog, Konsumexperte der GfK.

Herzog weiter: »In einigen Produktbereichen werden in der Rabattschlacht Ende November bereits höhere Umsätze als an den klassischen Einkaufstagen vor Weihnachten erzielt.« Gefragt sind bei den Verbrauchern vor allem technische Geräte. In Deutschland wurden die höchsten Umsätze in diesem Jahr mit Smartphones, Notebooks, Fernsehern, Computern und Staubsaugern gemacht. Die größten Zuwächse verglichen mit normalen Einkaufswochen verzeichneten Lautsprecher (173 Prozent), Fernseher (151 Prozent) und Geräte zur Lebensmittelzubereitung (131 Prozent).

Insgesamt wurden in der Black-Friday-Woche hierzulande mit technischen Konsumgütern 880 Millionen Dollar umgesetzt. Das sind 73 Prozent mehr als in einer durchschnittlichen Woche – was interessanterweise der niedrigste Wert in den fünf bevölkerungsreichsten europäischen Ländern ist.

Zwar profitiert auch der stationäre Handel vom Black Friday, allerdings nicht im gleichen Maße wie der Online-Handel. In Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien nahmen Online-Händler in diesem Jahr dank Black Friday 167 Prozent mehr ein als in normalen Wochen, während die Steigerung im stationären Handel nur bei 94 Prozent lag. 39 Prozent der Umsätze entfielen auf Etailer, 61 Prozent auf Retailer. Ähnlich sieht es in Deutschland aus, wo sich Online-Shops 41 Prozent der Black-Friday-Einnahmen mit technischen Geräten sichern konnten. Zum Vergleich: In normalen Wochen kommen sie nur auf 33 Prozent.