Printing-Branche im Umbruch: »Drucker sind Ausgangsbasis der Digitalisierung«

Obwohl Drucker und MFPs eine wichtige Rolle bei der Digitalisierung spielen, sind viele Hersteller mit Stagnation und Umsatzrückgängen konfrontiert. Gleichzeitig bieten sich aber durch Regelungen wie die DSGVO auch neue Verkaufsargumente beim Endkunden an.

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Seit der Einführung des Drucks mit beweglichen Lettern durch Gutenberg haben Drucker und Kopierer die Aufbewahrung von Informationen und deren Weitergabe revolutioniert. Das gilt umso mehr am Arbeitsplatz und in Zeiten von Digital Workplaces und digitalisierten Unternehmensprozessen. Doch die Druckerbranche, die Jahrzehnte in einem strukturierten und dichten Ökosystem mit engen Grenzen operierte, in dem neue Marktteilnehmer nur wenig Chancen hatten, ist im Umbruch. Statt margenträchtiger proprietärer Systeme bestimmen nun Mobility, die zunehmende Digitalisierung und der Wandel hin zu einer »As a Service«-Ökonomie das Geschäft. Als Folge sieht sich der Markt mit einer massiven Konsolidierung konfrontiert.

Wie die Analysten von Quocirca in ihrer aktuellen Studie »Print 2025« belegen, ist die Zahl der OEMs von 20 im Jahr 2000 auf lediglich zwölf in 2018 gesunken, wobei sich die Entwicklung in den letzten Jahren beschleunigt hat. Im Jahr 2015 vollzog HP den Split in HPE und HP Inc.. Ein Jahr später wurde Lexmark vom Apex-Consortium übernommen, während Foxconn die Mehrheit bei Sharp übernahm. Ebenfalls 2016 hatte zudem Dell seinen Ausstieg aus dem Printing-Geschäft bekanntgegeben. 2017 sorgte HP mit der Übernahme von Samsungs Druckersparte zum Preis von knapp über eine Milliarde Dollar für den nächsten Paukenschlag. Dann hatte Fujifilm angekündigt, den bisherigen Joint-Venture-Partner Xerox für rund sechs Milliarden Dollar übernehmen zu wollen, allerdings wehrten sich die Xerox-Investoren erfolgreich gegen diese Pläne. Ein Ende der Konsolidierung ist derweil nicht in Sicht. Die Experten von Quocirca sind sicher, »dass ähnliches zweifellos noch passieren wird, mit weiteren möglichen Fusionen oder Akquisitionen bis 2025.«