Neue Vertriebsbereiche »Value« und »Volume«: Oki bündelt Zentraleuropa-­Geschäft in Düsseldorf

In Düsseldorf zeichnet Oki seine besten Händler für 2017 aus. Zudem spricht ­Deutschland-Chef Thomas Seeber über die Zentralisierung des Herstellers innerhalb Europas und zieht ein erstes Fazit nach einem Jahr im Amt.

Alle Fäden laufen in Düsseldorf zusammen

Gegenüber CRN betont Seeber, dass in Düsseldorf in Zukunft alle Fäden innerhalb der Central Region zusammenlaufen sollen: »Wenn wir Bereiche und Aufgaben zentralisieren, werden wir sie nach Düsseldorf ziehen und hier adäquat umsetzen.«

Neben der strukturellen und personellen Reorganisation hat sich Seeber auch Service-Themen angenommen. »Wir haben vor allem bei der Ersatzteilverfügbarkeit viel investiert und sind hier nach einem Dreivierteljahr mit 95 Prozent Verfügbarkeit am nächsten Werktag wieder auf einem guten Level«, erläutert der Oki-Manager. Man habe das Ersatzteillager beim dafür zuständigen Distributor LPR neu strukturiert und im Rahmen der neuen Central Region auch andere Länder an das Lager angebunden. Das dürfte dem Hersteller einige Kosten sparen, hatten die unterschiedlichen Landesgesellschaften zuvor doch öfter ihr eigenes Süppchen gekocht. »Österreich beispielsweise umfasst nur rund zehn Prozent des deutschen Marktes, hatte aber bis dato einen eigenen Ersatzteildistributor. Macht das Sinn?«, fragt Seeber.

Auch die Supplies-Versorgung habe man über die Distributionspartner nach oben gefahren. Deshalb arbeite man auch mit kleineren Distributoren eng zusammen. »Wir sind kein Pullbrand, sondern ein Pushbrand. Wir müssen deshalb auch für Distributoren wie eine UFP nachhaltige Business-Modelle anbieten, weil sie die Verfügbarkeit am Markt sicherstellen.«

Bei der Go-to-Market-Strategie bleibt sich der Hersteller dagegen auch unter Seeber treu, nur dass »aus Nischen« nun »vertikale Märkte« geworden sind. Beispielsweise hat der Hersteller die Mobilitätsmesse »Intertraffic« in Amsterdam genutzt, um seine neue Kooperation mit dem Ostdeutschen Folienspezialisten Orafol bekanntzugeben. Zusammen könne man nun Verkehrsschilder bedrucken, ein kleiner, aber hochlukrativer Markt. Auch im graphischen Bereich habe man Fortschritte gemacht. Dennoch will Seeber auch das Office-Geschäft auf keinen Fall hintenanstellen, im Gegenteil. Als er letztes Jahr den neuen Posten übernahm, kündigte er an, nicht nur die Marktanteile in den vertikalen Märkte, sondern auch im Office-Bereich ausbauen zu wollen. »Ja, wir sind in der Nische, aber ich sehe unser Geschäft genauso gut im Office-Geschäft«, betont der Manager gegenüber CRN.

Bei Office-Geräten über 290 Euro habe man das Vorhaben umsetzen und den eigenen Marktanteil ausbauen können, betont Seeber. Der neue Oki-Deutschland-Chef setzt dementsprechend auf den Absatz höherwertiger Maschinen, die mehr Marge für den Hersteller und seine Händler versprechen.

Kommentare (1) Alle Kommentare

Antwort von BM , 07:45 Uhr

Liebe Fach- und Wirtschafts-Journalisten:

Man kann keine Kosten sparen. Man kann zwar Geld sparen, aber Kosten kann man allenfalls senken.

Liebe Grüße