Großaktionäre setzen sich durch: Xerox-Verkauf an Fujifilm vorerst gestoppt

Die milliardenschwere Übernahme des Druckerherstellers Xerox durch Fujifilm liegt vorerst auf Eis, nachdem sich ein US-Gericht der Meinung von zwei Großaktionären anschloss, CEO Jacobson habe mit dem Verkauf nur seinen Job retten wollen.

Xerox-Zentrale in Norwalk, Connecticut
(Foto: Xerox)

Der geplante Verkauf des US-Druckerherstellers Xerox an den japanischen Konkurrenten Fujifilm wurde von einem New Yorker Gericht gestoppt. Die beiden Großaktionäre Carl Icahn und Darwin Deason, die zusammen etwa 15 Prozent an Xerox halten, hatten eine einstweilige Verfügung erwirkt. Sie werfen CEO Jeffrey Jacobson einen Interessenskonflikt beim Aushandeln des Deals vor: Er soll den Verkauf vor allem deshalb eingefädelt haben, um seinen Job zu retten – dabei sei Xerox als eigenständiges Unternehmen deutlich wertvoller für die Anteilseigner oder würde bei einem Verkauf an einen anderen Interessenten mehr erlösen.

Richter Barry Ostrager schloss sich der Argumentation an. Zwar sei wegen des existierenden Joint-Ventures zwischen Xerox und Fujifilm ein Verkauf an ein anderes Unternehmen schwierig, aber nicht unmöglich. Zudem würden die Fakten klar zeigen, dass Jacobson am 10. November des vergangenen Jahres informiert wurde, dass das Board aktiv einen neuen CEO sucht, um ihn zu ersetzen. »Es gibt genügend Beweise, dass er mit Fujifilm zusammengearbeitet hat, um sich für diese Transaktion unentbehrlich zu machen«, so der Richter laut dem Nachrichtendienst Bloomberg.

Mit der jetzigen Entscheidung können Icahn und Deason nun versuchen, ihnen wohlgesinnte Kandidaten für den Verwaltungsrat durchzusetzen und die Kontrolle über Xerox zu übernehmen.