Drucker in der Distribution: Tinten-MFPs pushen Druckermarkt in Europa

Die Verkäufe von Druckern über die Distribution in Europa sind leicht angestiegen. Vor allem Tinten-Multifunktionsgeräte begünstigen den Aufwärtstrend.

Tinten-MPFs sorgen für steigende Verkaufszahlen im zweiten Quartal.
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Wie aus einer aktuellen Analyse des Marktforschungsunternehmens Context hervorgeht, sind im zweiten Quartal 2015 etwas mehr Drucker über die Distribution verkauft worden als im Vorjahreszeitraum. Das leichte Plus von rund einem Prozent verdankt die Branche vorwiegend den tintenbasierten Multifunktionsgeräten (MFP). Bei 60 Prozent der in Europa verkauften Drucker handelt es sich den Analysten zufolge um Tinten-MFPs. Freuen können sich vor allem HP und Canon. Der Absatz ihrer Geräte ist um fünf Prozent beziehungsweise 17 Prozent angestiegen.

Auch im Segment der Lasergeräte zeigt sich der Trend hin zum Multifunktionsgerät. Während die Verkaufszahlen von reinen Laserdruckern im zweiten Quartal um zehn Prozent geschrumpft sind, konnten Laser-MFPs in diesem Zeitraum um immerhin sechs Prozent zulegen. Allerdings sorgten der Preiskampf bei den Lasergeräten und die daraus resultierenden gesunkenen Gerätepreise dafür, dass der Umsatz in diesem Segment zurückgegangen ist.

Während das Segment der hochpreisigen A3-Farblaser-MFPs Einbußen hinnehmen musste, ist der Absatz im Bereich A3-Colour Laser MFPs bis 1.499 Euro um 22 Prozent gewachsen. Angeführt wird dieser Markt den Analysten zufolge von Samsung mit einem Anteil von 37 Prozent, gefolgt von Xerox mit einem Anteil von 29 Prozent. Platz drei eroberte im zweiten Quartal 2015 Oki mit einem Anteil von 17 Prozent.

Auch im zweiten Quartal fielen die Verkaufszahlen von Land zu Land deutlich unterschiedlich aus. Am stärksten war das Wachstum in Österreich mit einem Plus von 23 Prozent, gefolgt von Spanien (plus 19 Prozent) und Belgien (plus 15 Prozent). In Deutschland lag das Wachstum im zweiten Quartal 2015 bei einem Prozent. Einbußen hinnehmen mussten unter anderem Dänemark (minus 14 Prozent), die Niederlande (minus neun Prozent) und die Schweiz (minus acht Prozent).