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3D-Druck: Die nächste industrielle Revolution

02. September 2016, 10:41 Uhr   |  Peter Tischer | Kommentar(e)


Fortsetzung des Artikels von Teil 3 .

Eine Frage des Materials

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Seit der Erfindung des 3D-Drucks war lichtaushärtender Kunststoff das einzige Material, das sich zum 3D-Druck eignete. In der letzten Dekade aber hat die Fülle der nutzbaren Materialien und damit auch der Anwendungsfälle für 3D-Drucker drastisch zugenommen. Inzwischen existieren einzelne Modelle, die mehr als hundert verschiedene Materialien verarbeiten können. Neben Gummi werden inzwischen auch Metalle oder transparente Materialien wie Glas gedruckt, aber auch Nischenmaterialien wie Papier werden per schneiden, kleben und anpressen zu Figuren aufgeschichtet und miteinander verklebt. So einen Drucker hat das Unternehmen Mcor Technologies mit dem »Arke« vorgestellt und wird diesen in Deutschland über UFP vertreiben. Das Besondere: Der Drucker verfügt über eine Auflösung von 4.800 x 2.400 Pixeln und ermöglicht so 3D-Drucke im Vollfarb­raum. »Zudem entstehen im Gegensatz
zu anderen Verfahren keine giftigen Dämpfe oder Partikel, sodass der Drucker auch auf dem Schreibtisch oder im Education-Bereich direkt im Klassenzimmer eingesetzt werden kann«, erklärt Jörg Reimann, Director Storage und 3D bei UFP Deutschland. Der Manager stellt zudem die geringen Folgekosten des Arke heraus, die deutlich unter denen anderer Produktionsverfahren liegen sollen. »Auch in der Anschaffung ist der Arke mit rund 18.000 Euro lediglich halb so teuer wie vergleichbare Drucker auf Pulverbasis«, erläutert der UFP-Manager.

Auch bei den Broadlinern ist man sich bewusst, dass neben Bauraumgröße und Bedienbarkeit vor allem das zu verarbeitende Material entscheidend dafür ist, wie gut sich 3D-Drucker verkaufen werden. »In Zukunft werden 3D-Drucker hinsichtlich des Materials entworfen und kon­struiert, das die Endkunden nachfragen«, ist sich Rudolf Ehrmanntraut, Senior Manager 3D Printing and Scanning Europe bei Ingram Micro, im Gespräch mit CRN sicher. Das unterscheide die 3D-Sparte vom traditionellen Business bei Ingram. »Der Kunde wird hier nicht fragen, ob wir ihm eine spezielle Marke liefern können. Stattdessen müssen wir seine Anforderungen erarbeiten und daraus für ihn die passende Lösung aus unserem Portfolio basteln. Das Business erfordert viel Beratung, Service und Consulting.«

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1. 3D-Druck: Die nächste industrielle Revolution
2. Schon jetzt ein Milliarden-Markt
3. »Großes Potenzial für Fachhändler«
4. Eine Frage des Materials
5. Uneinigkeit beim Consumer-Potenzial
6. Margen im zweistelligen Prozentbereich

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