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2006: WM-Sommermärchen für den Handel

01. Juni 2015, 16:21 Uhr   |  Daniel Dubsky

2006: WM-Sommermärchen für den Handel
© Mareen Friedrich / Fotolia

Das Jahr 2006 steht ganz im Zeichen der Fußball-WM, die für ein ordentliches Absatzplus bei Flachbildfernsehern und Projektoren sorgt, aber vielen Händler auch juristischen Ärger beschert. Der steht auch einigen Online-Shops ins Haus, die von Herstellern wegen niedriger Preise unter Druck gesetzt werden.

Die Fußball-WM 2006 ist ein einziges großes Volksfest: Wetter und Stimmung sind gut, die Bundesbürger freundliche Gastgeber und auch die Spiele der Nationalmannschaft wissen zu gefallen. Der Handel ist ebenfalls gut gelaunt, sorgt das Turnier doch für Absatzrekorde bei Flachbildfernsehern und Projektoren. Die Marktforscher der GfK vermelden ein Absatzplus von 18 und ein Umsatzplus von 60 Prozent bei TV-Geräten im Vorfeld der Weltmeisterschaft.

Viele Händler nutzen die Gelegenheit für Aktionsangebote, handeln sich mit diesen aber oft Ärger ein. Die FIFA wacht mit Argusaugen über die Verwendung geschützter Begriffe und Logos, die Wettbewerbshüter bremsen übertriebene Lockangebote aus. »Dritte Halbzeit für Rechtsanwälte«, titelt die CRN damals und gibt Tipps, was erlaubt ist und was nicht. Für etwas Entspannung an der juristischen Front sorgt dann der Bundesgerichtshof, der urteilt, die Bezeichnung »Fußball WM 2006« könne nicht geschützt und dürfe frei verwendet werden.

Allerdings ist die WM nicht der einzige Wachstumstreiber des Jahres: Die Anfang 2007 anstehende Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent sorgt für ein starkes Jahresendgeschäft 2006.

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1. 2006: WM-Sommermärchen für den Handel
2. Alcatel und Lucent fusionieren
3. Konica Minolta verabschiedet sich vom Fotogeschäft
4. Hersteller gehen gegen Online-Händler vor

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