Nach den Übernahmen von Ocedo und Aternity: Riverbed baut das Portfolio aus

Nachdem sich Netzwerkinfrastrukturen über Jahre kaum geändert haben, übernimmt nun auch im LAN und WAN Software die Steuerung. Riverbed erweitert sein Lösungsangebot, um in dem Wachstumsmarkt vorne mitzuspielen.

Oliver Burgstaller, Director Advanced Business Solutions bei Riverbed
(Foto: Riverbed)

Bei Riverbed ist in den vergangenen Jahren nicht viel beim Alten geblieben. Als Anbieter von Lösungen für WAN-Optimierung positionierte sich das amerikanische Unternehmen lange als Spezialist im Markt. Durch eine neue Aufstellung und mehrere Übernahmen hat sich Riverbed mittlerweile jedoch einen breiteren Markt rund um das Thema Wide Area Networks erschlossen. Mit den Akquisitionen von Aternity und Ocedo hat der Hersteller allein in diesem Jahr zwei Unternehmen gekauft, deren Technologien Riverbeds Ansatz von einer Software-basierten Netzwerksteuerung weiterentwickeln sollen.

Die Technologie des Spezialisten für Application Performance Management, Aternity, erweitert Riverbeds »SteelCentral«-Lösung. Nutzer gewinnen nach Angabe des Herstellers einen besseren Einblick, was im Netzwerk, in den Applikationen und den Endgeräten passiert. So lässt sich etwa einfacher analysieren, ob es Probleme im Netzwerk gibt, wo es zu Engpässen kommt und wo umgekehrt noch freie Ressourcen zur Verfügung stehen.

Eine deutliche Erweiterung des Portfolios brachte für Riverbed auch die Übernahme des Startups Ocedo. Das Unternehmen wurde 2013 in Karlsruhe mit dem Ziel gegründet, Konzepte aus dem Software-definierten Datacenter in Wide Area Networks (WAN) anzuwenden. Mit der Akquisition dürfte sich Riverbed einen vielversprechenden Markt erschlossen haben. Dem Marktforschungsinstitut Gartner zufolge nutzt heute gerade einmal ein Prozent der Unternehmen Software-definierte WAN-Produkte (SD-WAN) in ihren Zweigstellen. Bis Ende 2019 erwarten die Analysten allerdings bereits eine Durchdringungsrate von 30 Prozent. Die Marktforscher von IDC gehen davon aus, dass der Markt für SD-WAN bis 2020 mehr als sechs Milliarden US-Dollar umfasst.

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