Fokus auf Managed Services und Security Awareness: Kaspersky baut MSP-Programm aus

Kaspersky hat weitere Lösungen in sein MSP-Programm aufgenommen. Darüber hinaus will der Hersteller das Geschäft mit Security-Awareness-Trainings ausbauen und besser kommunizieren, was sich hinter dem Hype-Thema Machine Learning verbirgt. Auch das Partnerportal wurde erweitert.

Peter Neumeier, Head of Channel Sales Germany bei Kaspersky
(Foto: CRN)

In den vergangenen Monaten hat Kaspersky in der DACH-Region ein stetig wachsendes Cloud-Geschäft verzeichnet. Mit der im vergangenen Jahr gestarteten »Endpoint Security Cloud« habe man jedoch nicht nur den bestehenden Partnern einen einfachen Einstieg ins Geschäft mit Managed Services ermöglicht, sondern hole auch Partner zurück, berichtet Peter Neumeier, Head of Channel Sales Germany bei Kaspersky, im Gespräch mit CRN. Darum hatte der Hersteller dem cloudbasierten Security-Management schnell ein eigenes MSP-Programm zur Seite gestellt, das vor kurzem noch mal erweitert wurde. Es umfasst nun auch »Endpoint Security Select« und »Endpoint Security Advanced«. Die beiden lokal installierbaren Lösungen unterstützen damit ebenfalls Subscription-Modelle, sodass Partner sie für Service-Angebote nutzen können, ohne auf die Cloud setzen zu müssen.

Neben dem Cloud-Geschäft soll bei Kaspersky in den nächsten Wochen der Fokus auf den Security-Awareness-Trainings und Next Gen Security liegen. Mit den Trainings hatte der Hersteller seinen Partnern eine einfache Möglichkeit an die Hand gegeben, die Mitarbeiter ihrer Kunden für Sicherheitsbedrohungen zu sensibilisieren und sie im verantwortungsvollen Umgang mit Daten und Anwendungen zu schulen. »Damit haben wir vielen Partnern einen neuen Markt erschlossen«, sagt Neumeier und ergänzt: »Oft sind die Trainings ein schöner Türöffner beim Kunden – nicht nur bei kleinen, sondern bis in den Enterprise-Markt hinein.«

Next Gen Security auf der anderen Seite soll vor allem im Marketing eine größere Rolle spielen. Spätestens seit 2012 sei man eigentlich Next Gen, müsse das aber besser in den Markt transportieren, so der Channel-Chef. Sowohl Kunden als auch Partnern will der Hersteller darum näher bringen, was sich hinter Hype-Themen wie Machine Learning verbirgt und warum sie nur einzelne Komponenten in einem mehrstufigen System sind, die klassische Erkennungs- und Abwehrmechanismen ergänzen. »Warum sollten wir 20 Jahre Know-how über Bord werfen?«, fragt Neumeier.

Übersicht