Partner mit Cloud-Kompetenz gesucht: Toshiba will Mobile-Solutions-Anbieter werden

Nach der Reorganisation von Toshibas Notebook-Geschäft will DACH-Chef Jörg Schmidt das Geschäft zügig in Richtung Services weiterentwickeln. Statt Hardware zu verkaufen will der Hersteller mit Hilfe der Partner zum Mobile-Solutions-Anbieter mutieren.

Workplace-as-a-Service

(Foto: Toshiba)

Deshalb beteiligt sich Toshiba jetzt auch am Workplace-as-a-Service (WaaS)-Programm, das Distributor Also im vergangenen Jahr zunächst mit Microsoft gestartet hatte. (CRN berichtete) Seit kurzem haben Fachhändler die Möglichkeit, ihren Kunden Toshiba-Notebooks einschließlich Cloud-Services, Microsoft Office 365 und Support für eine fixe monatliche Rate anzubieten. Das Angebot gilt für ausgewählte Modelle der Portégé- und Tecra-Business-Serien sowie für Dockingstationen. die WaaS Bundles Rechnung, Enthalten ist auch ein umfangreiches Servicepaket. Dazu zählt ein Toshiba Vor-Ort-Reparaturservice, der jeweils für den nächsten Arbeitstag garantiert wird. Ebenfalls inbegriffen ist ein 24/7 Support, den Also Endkunden zur Verfügung stellt.

»Wir erwarten daraus jetzt nicht gleich horrende Umsätze«, so Schmidt. Das Angebot ziele aber auf die Generation der Shared Economy, die jetzt nicht nur in Startups sondern in vielen Unternehmen nachrücke und bei denen nicht mehr die Anschaffung von Geräten im Vordergrund stehen würde.

Über das WaaS-Bundle können Anwender ihre digitalen Arbeitsplätze je nach Bedarf flexibel und schnell aufstocken. Weitere Arbeitsplätze lassen sich kurzfristig dazu buchen. Deshalb eigne sich das Paket ganz besonders für schnell wachsende Unternehmen.

Obwohl das reine PC-Hardwaregeschäft für Hersteller wie Händler immer schwieriger wird, glaubt Schmidt nicht, dass Workplace-as-a-Service-Modelle die klassische Beschaffung komplett ersetzen. »Der WaaS-Markt steht noch in den Anfängen, und die Angebote sind rar. Aber wir gehen von sehr starken Wachstumsraten aus. WaaS-Modelle sind definitiv ein wichtiger Baustein im B2B-Marktumfeld und eine gute Möglichkeit für Händler, Geld zu verdienen.« Allerdings sei da noch einige Überzeugungsarbeit notwendig, damit die Händler die Vorteile erkennen und sich auf den nächsten Schritt, die Integration von WaaS in ihr Serviceangebot, einlassen würden.