Cancom macht Druck im Cloud-Vertrieb: Tsunami der IT-Service-Revolution

Was ist heutiger Erfolg morgen noch wert? Nicht viel, meint Cancom. Ein neu formiertes Executive Board soll dafür sorgen, dass Cancom ganz oben auf der Welle der Cloud-Services reitet.

Aufgabe des neu formierten Executive Boards bei Cancom: Den Cloud-Vertrieb zum Fliegen bringen
(Foto: Cancom)

Wüsste man nicht, dass Oliver Schallhorn gerade erst zum 1.Juli bei Cancom eingestiegen ist und bei den Münchnern eine Schlüsselposition besetzt, man könnte den Eindruck gewinnen, der Manager kennt dieses Unternehmens aus jahrelanger eigener Erfahrung. Letzteres ist nicht der Fall. Aber Schallhorn hat die Cancom-DNA bereits so gut verstanden, dass er wenige Tage im Amt über die Stärken und - wie er es nennt - »Herausforderungen« im CRN-Gespräch bestens Auskunft geben kann. Das liegt daran, dass der 50-Jährige ein ausgewiesener Kenner der Systemhaus-Branche ist. Aber nicht nur das.

Den aufstrebenden Konkurrenten aus München hatte Schallhorn nämlich in seiner Zeit als Geschäftsführer bei Fritz & Macziol schon länger auf dem Radar und beobachtete vor allem die Akquisitionen, zuletzt Antauris und Synaix, sehr genau. Seit er bei der Nachfolgegesellschaft Axians Mitte 2016 ausgestiegen ist, wurde der Kontakt zu den Vorständen Klaus Weinmann und Rudolf Hotter enger. Der Zeitpunkt hätte nicht besser sein können, denn das Führungsduo arbeitet gerade mit Hochdruck am weiteren Unternehmenswachstum. Wer aus der Umsatzmilliarde deutlich mehr machen will, braucht Führungskräfte, die in der Lage sind, vor allem den Vertrieb auf den »new way of computing« mitzunehmen, wie Cancom-Vorstand und Cloud-Pionier Hotter die Jahrhundert-Chance der sich gerade erst aufbauenden X-as-a-Service-Welle immer wieder nennt.


»Rakete zünden«

Hotter hat in vielen Jahren Aufbauarbeit dafür gesorgt, dass Cancom mit dem zugekauften Kölner Hoster Pironet mittlerweile ein großes Cloud-Portfolio aufgebaut hat. Unter der Dachmarke Business Cloud bieten die Münchner umfangreiche IT-Dienste in verschiedenen Bereitstellungsformen und Abrechnungsvarianten an. Aus dem einstigen marktführenden Apple-Händler in Europa, der immer noch ein florierendes Produktgeschäft nunmehr auch außerhalb dieses Herstellers führt und weiterhin klassische Beratung und Systemintegration auf Projektbasis betreibt, ist - ganz deutlich in der Außenwahrnehmung spürbar - ein IT-Architekt für die digitale Transformation geworden.

»Dabei stehen wir erst am Anfang der digitalen Transformation«, sagt Schallhorn. Oder um es mit Rudolf Hotter zu sagen: Die IT-Service-Revolution treffe wie ein Tsunami die gesamte Anbieterbranche. Jetzt müsse man die »Rakete zünden« und damit meint der Cancom-COO den eigenen Vertrieb.

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Kommentare (2) Alle Kommentare

Antwort von Franka Forelle , 13:10 Uhr

Frischer Wind ist für konstanten Erfolg notwendig ! Super Artikel !

Antwort von Maria Kniepändl , 22:33 Uhr

Ein sehr interessanter Artikel