Huawei zeigt Zukunftsvision für mobile Künstliche Intelligenz: IFA: Huaweis KI-Chip macht aus Smartphones Intelliphones

Huawei will seine Smartphones mit einem eigenen Chip für Künstliche Intelligenz ausstatten. Dafür hat der chinesische Hersteller ein eigenes System-on-a-Chip (SoC) namens »Kirin 970« entwickelt.

Huaweis »Kirin 970« verleiht Smartphones KI-Fähigkeiten
(Foto: Huawei)

Nicht weniger als eine neue Ära der Smartphone-Innovation hat Huawei nach eigenen Angaben gerade auf der IFA eingeläutet. CEO Richard Yu stellte die erste mobile Computerplattform für Künstliche Intelligenz mit einer dedizierten Neural Processing Unit (NPU) vor. Das von Huawei entwickelte System-on-a-Chip (SoC) namens »Kirin 970« bringt auf einer Fläche von gerade einmal einem Quadratzentimeter 5,5 Milliarden Transistoren unter und soll damit KI-Computing-Aufgaben schneller erledigen als eine Quad-Core-Cortex-A73-CPU. Auch im Vergleich zu KI-Anwendungen aus der Cloud soll der Chip hinsichtlich Latenzzeiten, Stabilität und Datenschutz Vorteile bieten.

»Die Zukunft von Smartphones befindet sich an der Schwelle einer aufregenden, neuen Ära«, erklärt Yu in seiner IFA-Keynote. »Wir wollen smarte Geräte in intelligente Geräte verwandeln, um das Nutzererlebnis noch einmal deutlich zu verbessern.« Der Kirin 970 ist laut Yu der erste SoC in einer Serie von Innovationen, die leistungsstarke AI-Features auf Huawei-Devices bringen und dem Anbieter einen Wettbewerbsvorteil verschaffen sollen. Bereits im kommenden Smartphone-Flaggschiff von Huawei soll der neue Chip zum Einsatz kommen und KI-Anwendungen möglich machen.

Huawei positioniert Kirin allerdings als eine offene Plattform für mobile KI und will den SoC auch für Entwickler und Partner zugänglich machen.