»Titan V« von Nvidia: Nvidia lässt den »Volta«-Titan von der Leine

Mit der »Titan V« hat Nvidia die erste Grafikkarte auf Basis seiner neuen »Volta«-GPU-Architektur vorgelegt. Mit satten 15 Teraflops ist die Rechenleistung des Grafik-Monsters genauso rekordverdächtig wie der Preis von knapp 3.000 Dollar.

(Foto: Nvidia)

Wenn Nvidia einen neuen Spross seiner Titan-Familie vorstellt, lässt das jedes Mal die Herzen professionelle Anwender genauso höher schlagen, wie jene der Gamer-Gemeinde. Dieses Mal gilt das umso mehr, als die neue »Titan V« zugleich die erste Grafikkarte mit Nvidias neuer GPU-Architektur »Volta« ist. Und die verspricht beeindruckende Rekorde in fast allen Bereichen. Das Herz der »schnellsten Grafikeinheit der Welt« besteht aus 21,1 Milliarden Transistoren und 5.120 CUDA-Kernen, denen 12 GByte HBM2-RAM zur Seite stehen. Damit soll es die Titan V bei der Single Precision Performance auf eine Rechenleistung von 15 Teraflops bringen und damit gut ein Viertel mehr als das Flaggschiff der aktuellen GeForce-Reihe, die GTX 1080TI mit ihren 11,5 Teraflops.

Einen sogar noch weitaus größeren Performance-Schub verspricht Nvidia bei der für selbstlernende Softwarealgorithmen (Deep Learning) relevanten »Tensor-Performance«. Dank 640 eigenen »Tensor«-Kernen soll hier eine Verbesserung beinahe um den Faktor 10 auf bis zu 110 Teraflops möglich sein. Auch wenn Nvidia die Karte offiziell als »Consumer-Grafikkarte« einsortiert, richtet sie sich damit in der Hauptsache an professionelle Einsatzgebiete, vor allem in der Wissenschaft. Rekordverdächtig hoch ist auch der TDP von 250 Watt, weshalb Nvidia den Einsatz eines Netzteils mit mindestens 600-Watt empfiehlt, von dem die Karte mit einem 8-Pin- und einem 6-Pin-Stecker versorgt wird.

Wer die nötigen 2.999 Dollar Kleingeld hat, kann sich die der Nvidia Titan V ab sofort bestellen, allerdings ist die Abgabemenge auf zwei Stück pro Kunde begrenzt. Nachdem es wohl noch eine ganze Weile dauern wird, bis die Volta-GPUs auch in GeForce-Modellen Einzug halten und den Vorgänger »Pascal« ablösen, wird es sicherlich auch dieses Mal wieder einige besonders ambitionierte Gaming-Enthusiasten geben, die sich diese Investition ernsthaft überlegen werden.