CRN-Interview mit Jürgen Klapproth von Expert: »Deutlich gestiegene Nachfrage nach hochpreisigen Zubehörprodukten«

Im Interview mit CRN erklärt Jürgen Klapproth, Abteilungsleiter PC/Multimedia bei Expert, wie sich die Kooperation auf die Veränderungen im Games-Markt einstellt und warum der stationäre Handel hier in vielen Bereichen klare Vorteile gegenüber reinen Etailern hat.

(Foto: Expert)

CRN: Herr Klapproth, wie wichtig ist der Bereich Gaming für die Fachhändler der Expert-Gruppe?
Jürgen Klapproth: Der Gaming-Bereich ist für uns und unsere Fachhändler sehr wichtig und wird in Zukunft auch immer wichtiger werden, denn die Zahl der Gamer in Deutschland wächst – und damit auch die Anzahl potenzieller expert-Kunden. Unserer Erfahrung nach sind Gaming-Interessierte häufig sehr anspruchsvoll und legen Wert auf qualitativ hochwertige Produkte. Zudem möchten sie das Produkt vor dem Kauf direkt ausprobieren und anfassen. In unseren expert-Fachmärkten ist das jederzeit möglich – im Gegensatz zum Online-Handel.

CRN: Gibt es hier Verschiebungen der Zielgruppen und Produkte durch neue Trends wie Casual Gaming?
Klapproth: Das lässt sich nicht so eindeutig beantworten, da die Grenze zwischen Professional und Casual Gaming teilweise fließend ist. Für beide Bereiche gilt: die Technik sollte möglichst immer auf der Höhe der Zeit, flexibel und mobil sein. Ich würde daher nicht von einer Verschiebung der Zielgruppen und Produkte sprechen, sondern von einer Ergänzung.

CRN: Inwieweit kann der Fachhandel von Hype-Themen wie VR und eSports profitieren?
Klapproth: Neue Produkte und Technologien sind oftmals nicht selbsterklärend – gerade VR ist ein beratungsintensives Thema. Hier hat der stationäre Fachhandel ganz klar die Nase vorn, weil die Kunden sich vor dem Kauf erst einmal mit dem neuen Produkt oder der neuen Technik vertraut machen können. Das kann der Online-Handel nicht leisten.

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