Akqusition stärkt Acers Digital-Signage-Geschäft: Acer übernimmt Mehrheit an Aopen

Acer übernimmt eine knappe Aktienmehrheit an dem taiwanischen Mediaplayer-Spezialisten Aopen. Mit dem Zukauf stärkt das Unternehmen sein wachsendes Digital Signage-Geschäft.

Stefan Tiefenthal (links) und Franz Josef Medam, Geschäftsführer der Acer Being Signage mit Sitz in Düsseldorf

Für umgerechnet 12 Millionen Euro kauft Acer eine knappe Mehrheit von 51 an dem taiwanesischen Hersteller von Digital-Signage-Mediaplayern Aopen. Im Rahmen der Mehrheitsbeteiligung übernimmt Acer zudem eine operative Rolle im Aopen-Management, um die Zusammenarbeit der Unternehmen enger zu verzahnen.

Mit der Beteiligung stärkt der taiwanische Konzern seine Position in dem wachsenden weltweiten Markt für Digital-Signage-Lösungen. Acer erhofft sich von der Akquisition Synergie- und Skaleneffekte bei Entwicklung, Einkauf und Vertrieb.

Wie das Unternehmen mitteilt würden sich die hauseigenen Cloud Services, Acers Displays, die Digital-Signage-Plattform und verschiedene Software-Lösungen mit der Expertise von Aopen bei Mediaplayern und Software ergänzen. Die neuen Kompetenzen kommen Acers stark wachsenden Digital-Signage-Geschäft zugute, das zu Beginn dieses Jahres als eigene Firme namens Acer Being Signage ausgegliedert wurde (CRN berichtete) und im kommenden Jahr an die Börse gebracht werden soll.

Um den Acer-Partnern den Einstieg in den wachsenden Markt mit Digital-Signage-Lösungen so einfach wie möglich zu machen, hatte Acers B2B-Chef Stefan Tiefenthal im Gespräch mit CRN vor kurzem angekündigt, dass Acer bald eigene Digital-Signage-Player auf den Markt bringen würde. (CRN berichtete) In diesem Zusammenhang hatte Tiefenthal darauf verwiesen, dass Software- und Cloud-Angebot die zentralen Faktoren in diesem Geschäftsfeld wären – bei der Hardware sei man dagegen bereit mit Produkten konkurrierender Hersteller zu arbeiten.

Aopen befand sich dagegen seit Beginn des Jahres 2017 in einer Restrukturierungsphase. Zur Stärkung der Finanzkraft und für zukünftiges Wachstum war der Hersteller auf der Suche nach einem strategischen Investor.