Projektoren-Wachstum federt Rückgang bei Kameras ab: Canon kann auch Beamer

Canon ist mehr als nur Kameras, Objektive oder Drucker. Das Unternehmen hat in seinem Portfolio auch spezialisierte Monitore und Projektoren. Letztere sollen mit leistungsstarken Microdisplays und Objektiven punkten.

(Foto: Canon)

Denkt man an Canon, kommen einem Produkte wie Spiegelreflexkameras, Objektive und Drucker in den Sinn. Kaum einer verbindet das Unternehmen mit Projektoren oder Monitoren. Dabei gewinnt gerade das Segment der Beamer für den Hersteller immer mehr an Bedeutung. Es hat fast einen ähnlichen Stellenwert wie der Bereich der Kameras und Objektive. Den Grund dafür erklärt Marcel Heß, Product Business Developer bei Canon in Deutschland, Österreich und der Schweiz: »Durch das stetige Wachstum im Projektoren-Segment federn wir den Rückgang im Kompaktkamera-Markt ab.«

Deshalb richtet der Hersteller seine Aktivitäten verstärkt auf den Ausbau seiner Beamer-Sparte aus. Canon bietet dabei sowohl klassische Projektoren mit Lampen an, als auch Geräte mit Laser-Phosphor-Technologie. Der Fokus liegt auf eigenentwickelten Installationsprojektoren, also Geräten, bei denen eine lichtstarke Projektion gefragt ist. Das ist meist in großen Räumen der Fall, wie beispielsweise in Museen. »Aktuell verkaufen sich Projektoren mit Lampen besser, da sie noch günstiger sind als Geräte mit Laser-Technologie. Hinzu kommt, dass die Lampengarantie bei uns drei Jahre beträgt. Wird der Projektor nach dem Kauf registriert, können die Lampen dreimal kostenlos ausgetauscht werden«, erläutert Heß. Bei der Auswahl der Produkte komme es auf den Anwendungsbereich an: »Ist ein 24-Stunden-Betrieb gefragt, ist sicherlich die Lasertechnologie die richtige Wahl. Wer eine präzisere Farbwiedergabe haben will, kauft eher Lampen-Projektoren«, sagt Heß.

Um sich von Konkurrenten abzuheben, stattet das Unternehmen seine Produkte mit »Liquid Crystal on Silicon (LCoS)« aus. LCoS-Bildschirme haben Diagonalen von 18 bis sieben Millimetern und zählen zu den Microdisplays. Trotz ihrer geringen Größe sind hier mehr als zwei Millionen Pixel verbaut. Auf der Wand ermöglicht die Technologie Bilddiagonalen mit Auflösungen über UXGA mit 1.600 x 1.200 Pixeln. Das maximale Kontrastverhältnis liegt dabei bei 1.000:1. »Das ist unser Alleinstellungsmerkmal. LED- und LCD-Technologien sind qualitativ nicht so gut wie unsere LCoS-Modelle«, zeigt sich Heß überzeugt. Neben LCoS seien zudem eine hohe Lichtstärke, gute Objektive, eine hohe Auflösung sowie ein portables Gewicht wichtige Kaufkriterien.

Zudem profitieren die Projektoren laut dem Produktmanager auch von Canons Erfahrungen im Objektivbau. »Unsere Beamer haben eine konstante Lichtstärke und das nicht nur bei Standardobjektiven, sondern auch bei Wechselobjektiven. Bei Produktbeschreibungen werden zwar die Bestleistungen angegeben, aber Konkurrenzprodukte verlieren bei einem Objektivwechsel deutlich Licht, teilweise bis zu 40 Prozent«, sagt er. Die Projektoren würden dann nur noch mit 3.700 ANSI Lumen arbeiten, während die Produkte von Canon konstant bei 6.000 ANSI Lumen blieben.

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