Cloud-Geschäft enttäuscht Anleger: Oracle präsentiert Zahlen und kauft zu

Trotz guter Quartalszahlen und einem satten Plus im Cloud-Geschäft zeigen sich die Anleger von Oracle enttäuscht. Jetzt will sich das Unternehmen mit dem Zukauf des australischen Anbieters Aconex für über eine Milliarde Euro verstärken.

Oracle kann sich über Zuwächse im Cloud-Geschäft freuen

Oracle konnte im vergangenen Geschäftsquartal erneut starke Zuwächse verbuchen. Der von September bis November erzielte Umsatz des Konzerns wuchs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf 9,6 Milliarden US-Dollar. Der daraus erzielte Gewinn stieg mit zehn Prozent sogar noch etwas stärker und belief sich auf 2,2 Milliarden Dollar. Das deutlichste Wachstum verzeichnete Oracle dabei erneut im Cloud-Geschäft. Der mit Online-Diensten generierte Umsatz ging um satte 44 Prozent nach oben und übersprang erstmals die Marke von 1,5 Milliarden Dollar. Die Anleger hatten sich hier jedoch offenbar noch mehr erwartet, die Aktie verlor knapp vier Prozent. Wegen des verspäteten Starts der eigenen Cloud-Angebote muss Oracle aus Sicht der Anleger und Experten weiterhin gegenüber den noch kräftiger wachsenden Konkurrenten wie SAP, Salesforce, Microsoft und Amazon aufholen.

Einen wichtigen Schritt in diese Richtung verkündete Oracle wenige Tage nach der Vorstellung der Quartalsergebnisse. Um den Cloud-Bereich weiter zu stärken, hat das Unternehmen dem australischen Softwareanbieter Aconex ein Übernahmeangebot für 1,56 Milliarden australische Dollar, also etwas mehr als eine Milliarde Euro, unterbreitet. Die Führung von Aconex begrüßte den Deal ausdrücklich und empfiehlt den Anteilseignern, der Übernahme bei der nächsten Aktionärsversammlung im März ebenfalls zuzustimmen.