Umsatz- und Gewinnverdopplung bis 2022: Cancom-CEO Weinmann: »Man kann niemanden zum Jagen tragen«

Neuer Kopf im Vorstand, Akquisitionspläne, Ausbau der Absatzkanäle: Cancom erfindet sich – wieder einmal – neu. Wie? Das erläutert CEO Klaus Weinmann, der übrigens alles andere als amtsmüde nach 25 Jahren an der Cancom-Spitze ist.

CEO Klaus Weinmann: Mit 22 Jahren gründete er Cancom - heute ein Milliarden-Systemhaus
(Foto: CRN)

Es ist schon eine kleine marketingtechnische Sensation, die da Cancom auf seiner Technologiemesse in München gelungen ist und die das hohe Standing der mittlerweile zum Milliarden-Unternehmen gewachsenen Cancom bei Global Playern der Technologiebranche zeigt. HPE, Cisco, IBM, Samsung: Alle ausstellenden Platinum-Partner verzichteten auf ihr ansonsten heiliges Corporate Branding und traten unter Cancom-Rot auf - identische Farbe und Form der großen Wandaufsteller. Man kann dies als Wertschätzung und Geschenk an Deutschlands drittgrößtes Systemhaus zu seinem 25.jährigen Firmenjubiläum sehen.

Am ersten Tag sind vor allem Endkunden geladen, am Samstag reisen dann die Cancom-Vertriebsmitarbeiter aus der gesamten DACH-Region an, um die ganze Breite an Lösungen ihres IT-Dienstleisters kennenzulernen und anschließend Geburtstagsparty zu feiern. »Nur wer will«, sagt Klaus Weinmann. Die Bereitschaft, den im B2B-Handel verkaufsfreien Samstag zu opfern, ist ja auch ein Zeichen, wer in der »neuen Cancom« mitzieht und wer nicht, sagt der CEO. »Man kann niemanden zum Jagen tragen«, stellt Weinmann klar. Um die ambitionierten Ziele bis Ende 2022 zu erreichen, braucht Weinmann das Engagement aller fast 2.700 Mitarbeiter.

Im CRN-Gespräch skizziert der Cancom-Gründer das Szenario für die kommenden vier Jahre: Jährliches Wachstum von 20 Prozent auf dann zwei Milliarden Euro Umsatz, 200 Millionen Euro Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, eine Fortsetzung der Akquisitionsstrategie. Teil der Wachstumsstrategie soll auch ein neues Ökopartnersystem für Cancoms Business-Cloud-Lösungen sein. Über die Tochtergesellschaft Pironet sollen ISVs und andere Systemhäuser Cloud-Services einkaufen oder anders herum, ihre eigenen Dienste vermarkten können.

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