iPhone 4S: Chiptuning: Apple bringt das iPhone 4,5

Auf der Keynote in Cupertino gab es bei Apple gestern zwar nicht das von vielen erwartete iPhone 5 zu sehen, dafür stellte Tim Cook das iPhone 4S vor. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um ein iPhone 4 mit Chiptuning und intelligenter Sprachsteuerung.

Die Sprachsteurung Siri versteht einfache Kommandos und Eingaben für die gängigsten Funktionen und Probleme.

Die Enttäuschung stand gestern Abend vielen Apple-Fans ins Gesicht geschrieben: Auf der mit Spannung erwarteten Keynote in Cupertino präsentierte ihnen das Unternehmen nicht wie erwartet eine neue Generation des iPhones. Statt des iPhone 5 stellte der neue Chef Tim Cook lediglich eine aufgebrühte Version des aktuellen Modells mit dem angehängten Kürzel S vor, sozusagen ein iPhone 4,5. Das Glaskasten-Design wurde dabei im Vergleich zur aktuellen Generation nicht verändert, dafür bringt das iPhone 4S einige neue Hardware sowie ein paar nette neue Funktionen mit. Dementsprechend verspricht Apple gar: »Innen ist alles neu«.

So arbeitet das »neue alte« iPhone etwa mit dem neuen A5-Prozessor, der dank seiner zwei Kerne nahezu doppelt so schnell ist, wie der Vorgänger. Der neue Grafikprozessor soll laut Apple sogar die siebenfache Leistung des aktuell eingesetzten Modells bieten. Außerdem wurde die Akkuleistung verbessert, versprochen werden jetzt bis zu acht Stunden Sprechzeit mit UMTS, neun Stunden Internet per WLAN, zehn Stunden Video- und 40 Stunden Musikwiedergabe. Auch aus dem Desaster mit Empfangsproblemen hat das Unternehmen gelernt und die zwei Antennen für Sprach- und Datenübertragung neu designt. Neben einem neuen HSPA-Chip ist das iPhone 4S nun auch ein »World Phone«, das sowohl in UMTS- als auch in CDMA-Netzen funkt, und dabei sogar eine doppelt so schnelle Übertragungsgeschwindigkeit erreicht, wie das normal 4er Modell. (bis zu 14,4 Megabit Download).

Wie in den vielen Blogs und Mutmaßungen der letzten Wochen schon vermutet, hat Apple auch die Kamera auffrisiert. Statt mit 5 blitzt die neue Weitwinkelkamera (f2.4) nun mit 8 Megapixel Brennweite und kann auch Videos in HD-Auflösung (1080p) aufnehmen. Laut Marketing-Chef Phil Schiller soll die neue Linse über 70 Prozent mehr Licht einsammeln und so in Kombination mit einem sogenannten Hybrid-IR-Filter wesentlich bessere Aufnahmen ermöglichen. Ziel sei es, so Schiller, das Smartphone als »Konkurrenz für herkömmliche Digitalkameras« zu etablieren. Andere erwartete Neuerungen wie ein flacheres Gehäuse oder einen NFC-Chip für Funktionen wie bargeldloses Bezahlen hat Apple hingegen bei dieser Zwischenversion des iPhones nicht umgesetzt.

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