Interview mit Swyx-CEO Dr. Ralf Ebbinghaus: »Unsere Partner werden direkt und ausdrücklich profitieren«

Der in Dortmund ansässige UCC-Anbieter Swyx Solutions AG hat einen neuen Mehrheits-Eigner. CRN sprach mit Swyx-CEO Dr. Ralf Ebbinghaus über diesen Schritt und darüber, wie es jetzt mit dem Unternehmen weitergeht.

Swyx-CEO Dr. Ralf Ebbinghaus
(Foto: Swyx Solutions AG)

CRN: Der Einstieg des neuen Eigners kam für die Branche zwar nicht ganz überraschend, über die Hintergründe ist jedoch nur wenig bekannt. Was sind die Gründe für den Verkauf an Waterland? Geht Swyx etwa das Geld aus?

Ebbinghaus: Keinesfalls! Wir zählen nicht zu den Unternehmen, die sich durch einen Investor sanieren müssen. Wir gehen diesen Schritt ausdrücklich aus einer Position der Stärke heraus. Wir sind die letzten Jahre kontinuierlich gewachsen und das wollen wir auch weiter tun und zwar national und international. Das funktioniert rein organisch nur sehr langsam. Durch unseren Investor können wir andere Unternehmen zukaufen. Denn wir wollen wir nach dem Motto »Buy-and-Build« schneller wachsen und eine größere Swyx bauen.

Übrigens waren wir bereits seit einiger Zeit auf der Suche nach einem geeigneten Investor, den wir nun mit Waterland gefunden haben. Waterland ist nicht zu groß und eigenständig und passt deshalb gut zu uns. Außerdem teilt unser Investor unsere Vision, den europäischen Markt verändern zu wollen.

CRN: Das klassische Geschäft von Swyx ist der in Deutschland traditionell stark vertretene Mittelstand. Wie verträgt sich das mit dem europäischen Wachstum?

Ebbinghaus: Wir sind sehr froh, in Deutschland erfolgreich zu sein. Wer als Unternehmen langfristig am Markt bestehen will, muss aber auch in der Lage sein europäisch zu denken. In diesem Markt liegt ein riesiges Wachstumspotenzial, das wir für uns erschließen wollen. Über entsprechende Firmenzukäufe im Ausland wird uns das gelingen, ohne den für Deutschland wichtigen Mittelstand aus dem Blick zu verlieren. Ich bin davon überzeugt, dass auch und insbesondere die Swyx-Kunden und Partner in Deutschland von dieser europäischen Expansion profitieren werden.

CRN: Was bedeutet der Kauf für die Fachhandelspartner? Wird es Änderungen geben?

Ebbinghaus: Für unsere Partner ändert sich nichts. Sie stehen im Zentrum unserer Vertriebsstrategie und das soll auch in Zukunft so bleiben. Es ist vielmehr unser Plan, die Partnerschaften noch weiter zu intensivieren. Durch die geplanten Zukäufe in Deutschland und Europa soll unser Portfolio erweitert und um zusätzliche Lösungen ergänzt werden. Davon werden unsere Partner direkt und ausdrücklich profitieren.

CRN: Wie sehen die nächsten Schritte aus? Ist der Abbau von Mitarbeitern geplant?

Ebbinghaus: Ausdrücklich nein! Wie auch in den vergangenen Jahren wollen wir auch in 2018 zulegen. Dazu werden wir unsere gerade erst vor einem Jahr bezogene neue Firmenzentrale um zusätzliche Flächen in einem größeren Gebäude erweitern. Außerdem werden wir neue Mitarbeiter einstellen. Insgesamt wollen wir den Markt gemeinsam mit Waterland aufrollen und planen in Deutschland und in Europa ein starkes Wachstum innerhalb der nächsten vier bis sechs Jahre. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass Deutschland dabei auch künftig das starke Fundament bleiben wird.