Software-Obsoleszenz beim iPhone: Frankreich ermittelt gegen Apple

Die Drosselung alter iPhones könnte für Apple in Frankreich nun auch ein juristisches Nachspiel haben.

Während in den meisten Ländern noch über die geplante Obsoleszenz von Elektrogeräten diskutiert wird, hat Frankreich bereits gehandelt und entsprechende Maßnahmen und Tricks der Hersteller zur absichtlichen Verkürzung der Lebenszeit von Produkten seit 2015 per Gesetz unter Strafe gestellt. Nachdem deshalb im vergangenen Jahr bereits Ermittlungen gegen den Druckerhersteller Epson eingeleitet wurden, ist jetzt auch Apple ins Visier der zuständigen Verbraucherschutzbehörden geraten. Hintergrund ist Apples jüngstes Eingeständnis, dass ältere iPhones über Updates des Betriebssystems iOS gezielt ausgebremst werden. Zwar argumentiert Apple, dass dies notwendig sei, um Akkuprobleme zu verhindern und bietet seit einigen Tagen auch einen günstigen Austausch der Batterien an, mit dem das Problem behoben werden soll. Die französische Justiz will diese Erklärung jedoch nun genauer hinterfragen und hegt offenbar zumindest den Anfangsverdacht, dass die Nutzer mit der künstlichen Verlangsamung dazu gedrängt werden sollen, sich ein neueres Smartphone zu kaufen.