Flugverbot für den Apple-Chef: Apple beschließt Privatjet-Pflicht für Tim Cook

Apple-Chef Tim Cook darf keine Linienflüge mehr nutzen. Der Verwaltungsrat verpflichtet ihn dazu, sämtliche Flugreisen nur noch in Privatjets zu absolvieren.

Apple-Chef Tim Cook darf aus Sicherheitsgründen nur noch mit Privatjets fliegen
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In der Liste der wertvollsten Unternehmen der Welt sichert sich Apple seit Jahren immer wieder den Spitzenplatz. Entsprechend wertvoll wird auch sein Chef gehandelt. Deshalb hat der Verwaltungsrat des Unternehmens dieses Jahr beschlossen, seinen wertvollsten Mitarbeiter künftig noch besser zu schützen. Wie aus einer Erklärung im aktuellen Bericht zum Investorentreffen von Apple an die US-Börsenaufsicht (SEC) hervorgeht, wurde Tim Cook vertraglich dazu verpflichtet, nur noch mit Privatjets auf Flugreisen zu gehen. »Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme für Herrn Cook verlangt der Verwaltungsrat, dass er für alle privaten und geschäftlichen Flüge ausschließlich Privatjets nutzt«, so die Mitteilung. Als Begründung dafür wird neben der persönlichen Sicherheit Cooks als wichtiger und weltweit bekannter Person zudem eine gesteigerte Effizienz angeführt, da Reisen mit Privatmaschinen deutlich schneller sind, als Linienflüge.

Apple weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass es die Kosten für die Flüge mit Privatjets nicht als persönlichen Vorteil für Cook sieht, sondern als sinnvolle Maßnahme im Sinne des Unternehmens und sie deshalb auf Firmenkosten abrechnet. Trotz der neuen Direktive halten sich Cooks Reisekosten noch im Rahmen. Laut dem Börsenbericht musste Apple dafür in diesem Jahr, in dem der Privatjet-Zwang teilweise bereits bestand, insgesamt 93.109 US-Dollar aufwenden. Angesichts der jetzt schon mehr als doppelt so hohen Kosten für die Sicherheit Cooks ist eine leichte Verteuerung der Reisepreise sicherlich vertretbar.

Im Vergleich zu Cooks Gehalt sind das sowieso nur Peanuts. Im Jahr 2017 durfte sich der Apple-Chef laut der Börsenmitteilung über rund 102 Millionen Dollar freuen. Dabei macht das Grundgehalt mit etwas über drei Millionen Dollar nur den kleinsten Anteil aus. Noch einmal das Dreifache (9,33 Millionen Dollar) bekam Cook zudem als Bonuszahlungen obendrauf. Die restlichen 89,2 Millionen Dollar schöpfte Cook aus seinen Eigenkapitalbeteiligungen ab.