Fehlende Kompatibilität, Patzer bei der Sicherheit: Apple sägt am eigenen Nimbus

MacBooks und iPhones genießen unter Apple-Nutzern einen hervorragenden Ruf, gerade was Qualität, Funktionalität und Sicherheit angeht. Allerdings tut Apple im Moment alles, um dieses Image selbst zu ruinieren.

Auch der Autor erkennt als Apple-Fan langsam: Andere Hersteller haben ebenfalls schöne Früchtchen
(Foto: pilipphoto - Fotolia)

Bei der IT-Nutzung verläuft zwischen Apple-Nutzern und dem Rest meist eine klare Trennlinie. Während das Gros der Windows- und Android-Anhänger Appleaner meist als Techsnobs verspottet, die auch völlig überzogene Preise bei ihren geliebten iPhones und MacBooks akzeptieren, sehen sich diese oft als Käufer mit der Bereitschaft, für gute Qualität mehr Geld auszugeben. Ja, der Apple-Käfig ist ein Käfig, mit proprietären Lösungen und bis vor ein paar Jahren mit wenig Zugänglichkeit zu anderen Ökosystemen. Hatte man aber seine gesamte IT auf Apple umgestellt, konnte man sich auf Langlebigkeit, perfekte Collaboration der verschiedenen Endgeräte und Sicherheit verlassen. In letzter Zeit allerdings bekommt der gute Ruf arge Risse.

Das hat zum einen mit einer aktuell inkonsistenten Produktpolitik seitens Apple zu tun. Das lässt sich vor allem am aktuellen MacBook-Lineup mit ihrem Schnittstellen-Minimalismus festmachen. Auch wenn USB-C die Zukunft ist: Aktuell kann man sein mehrere Hundert Euro teures iPhone nicht am deutlich über 1.000 Euro teuren MacBook Pro aufladen, ohne bei Apple ein neues Ladekabel zu ordern — für 30 Euro. Vorsicht, Herr Cook: Selbst Apple-Fans fühlen sich irgendwann über den Tisch gezogen. Und ob ein iPhone, das wie zahlreiche Android-Geräte auch ein randloses OLED-Display besitzt, über 1.000 Euro kosten sollte, dürften selbst viele bisherige iPhone-Anhänger verneinen.

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Kommentare (2) Alle Kommentare

Antwort von M Babylon , 16:01 Uhr

Da bleibt noch zu erwähnen, dass die Navigationsfunktion mit Siri immer grottiger wird. Und wer nicht aufpasst landet nicht dort wo er hin wollte, weil Siri keine Rückmeldung gibt, sondern Statt zum Hornbach in Hannover zu fahren, einfach sagt Hornbach und dann irgend wo anders hin fährt. (Ja auch zu einem Hornbach aber nicht in Hannover….)

Allerdings voraus gesetzt Siri versteht mal ausnahmsweise etwas von dem was ich gesagt habe.

Ich habe einen direkten Vergleich, weil ich auch auf meinem Iphone Google Maps benutze. Das arbeitet einwandfrei und dort kann sich Apple eine Scheibe abschneiden.

Es ärgert mich vor allem deswegen, weil Apple teure Produkte mit einem hohen Anspruch verkauft, Geld ohne Ende verdient, aber die Produkte immer schlechter werden.

Hochmut kommt vor dem Fall.

Antwort von Andreas , 19:28 Uhr

Bleibt noch die Schlamperei mit Time Machine zu ergänzen: Wer auf das aktuelle Betriebssystem "High Sierra" wechselt bzw. einen neuen Mac mit High Sierra kauft, kann nicht mehr in vollem Umfang auf seine Backups zugreifen, die mit Apples früher mal hervorragendem Programm Time Machine erstellt wurden. Mit der Konkurrenzlösung "Carbon Copy Cloner" geht das hingegen. Wann Apple eine funktionierende "Time Machine" unter High Sierra hinbekommt, steht in den Sternen.