US-Gericht genehmigt Restrukturierungsplan für Avaya: Avaya schafft Trendwende

Avaya hat von einem US-Insolvenzgericht grünes Licht für seinen vorgelegten Restrukturierungsplan bekommen. Der TK-Anbieter hatte Anfang des Jahres Gäubigerschutz beantragt und ordnet seitdem seine finanziellen Verhältnisse.

Avaya-CEO Jim Chirico
(Foto: Avaya)

Der unter Gläubigerschutz stehende TK-Anbieter Avaya ist auf dem besten Weg zu geordneten Finazverhältnissen. Wie das Unternehmen mitteilt, hat das zuständige New Yorker Insolvenzgericht den von Avaya vorgelegten Restrukturierungsplan genehmigt. Auf dieser Grundlage will Avaya die laufende Restrukturierung bis Ende des Jahres erfolgreich abschließen.

Laut Aussagen der Firma bleiben nach Abschluss des Chapter 11-Verfahrens 2,9 Milliarden Dollar langfristige Schulden und rund 300 Millionen Dollar vorrangige und kurzfristig fällige übrig. Mit dem verbleibenden Schuldenberg von rund 6 Milliarden Dollar sei es gelungen, die ursprüngliche Schuldenlast fast zu halbieren. Avaya-CEO Jim Chirico äußerste sich optimistisch über die Zukunftsaussichten des Unternehmens. Avaya werden aus den Turbulenzen gestärkt hervorgehen und langfristig besser aufgestellt sein.

Der Anbieter von Telefonie- und Unified-Communications-Produkten hatte im Januar 2017 aufgrund anhaltender Schwierigkeiten in den USA Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt (CRN berichtete).

Im Zuge der Restrukturierung verkaufte Avaya sein klassisches Netzwerkgeschäft im Sommer an Extreme Networks (CRN berichtete). Das übrige Geschäft wurde auch währen des Umbaus weiterbetrieben. So wurde beispielsweise das Channel-Programm umgebaut und auf die neu formulierte Ausrichtung der Firma auf Cloud Computing und Services angepasst. Außerdem konnte das Unternehmen in den vergangenen Monaten eine Reihe großer Unternehmenskunden gewinnen, wie zuletzt in Deutschland ein Vertrag mit Bosch im Wert von über 60 Millionen Dollar.