Kabelnetz als Wachstumsmotor: Deutsches Geschäft treibt Vodafone an

Dank des gut laufenden Geschäfts in Deutschland verzeichnete der Vodafone-Konzern im ersten Halbjahr 2017 einen deutlichen Aufschwung bei Umsatz und Gewinn.

(Foto: Vodafone)

Nach einem hohen Milliardenverlust im vergangenen Jahr kommt der britische Telekom-Konzern Vodafone auch dank einer profitableren deutschen Tochter wieder in Fahrt. Im ersten Halbjahr 2017/18 (April bis September) erwirtschaftete das Unternehmen einen Überschuss von 1,2 Milliarden Euro, wie die Gesellschaft am Dienstag mitteilte. Die deutsche Tochterfirma glänzte einmal mehr durch kräftige Zuwächse im Kabelnetz. In der Sparte erhöhten sich die Kundenanschlüsse gegenüber dem Vorjahr um mehr als 9 Prozent und die Erlöse um 7 Prozent.

Zur Halbzeit des vergangenen Jahres hatte das britische Unternehmen durch hohe Abschreibungen auf die indische Tochter einen Verlust von 5 Milliarden Euro eingefahren. In Europa liefen die Geschäfte in diesem Jahr besser als erwartet. Auch habe Vodafone seine Kosten weiter gesenkt, begründete Konzernchef Vittorio Colao die positive Entwicklung. Der Umsatz fiel allerdings um gut vier Prozent auf 23 Milliarden Euro.

In Deutschland habe Vodafone in den vergangenen Monaten den superschnellen Mobilfunk in 20 Städte gebracht und sein Kabelnetz in fast 130 Städten mit hoher Geschwindigkeit aufgerüstet, hieß es in einer Mitteilung der deutschen Tochter. Insgesamt lagen die Umsätze in den beiden ersten Quartalen bei gut 5 Milliarden Euro, rund ein Prozent mehr als im Vorjahr. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erhöhte sich um 7,7 Prozent.