Ransomware-Angriffe befürchtet: 2018: Düstere Aussichten für Android-Nutzer

Besitzer von Android-Smartphones und -Tablets müssen sich wappnen. Denn immer häufiger rücken ihre Geräte in den Fokus von Cyberkriminellen. Ein Trend, der sich im kommenden Jahr noch verstärken wird, meinen Sicherheitsexperten.

Android-Nutzer müssen sich auch 2018 auf Ransomware-Attacken einstellen.
(Foto: AKS - Fotolia)

Bereits 2017 ist Malware für Android-Mobilgeräte ein dominantes Security-Thema, wie eine aktuelle Analyse von SophosLabs zeigt. Demnach wird es bis Ende dieses Jahres geschätzte zehn Millionen verdächtige Android-Apps geben wird, darunter auch Ransomware, wie sie beispielsweise über Fake-Versionen des populären Spiels »King of Glory« verteilt wurde. 2016 lag Gesamtanzahl an schädlichem Code für Android noch bei 8,5 Millionen. Der größte Anteil von 77 Prozent fällt dabei auf Malware, 23 Prozent auf PUAs (potenziell unerwünschte Anwendungen).

In den vergangenen vier Jahren stieg die Anzahl schadhafter Apps kontinuierlich an. 2013 waren es noch etwas mehr als eine halbe Million. Dann folgte 2015 ein sprunghafter Anstieg auf knapp 2,5 Millionen. Derzeit liegt der Wert bei 3,5 Millionen. Die Analyse der Malware-Varianten zeigt, mehr als die Hälfte (53 Prozent) aller Android Schadsoftware aus diesem Jahr aus der Schadsoftwarefamilie Andr/Rootnik, stammt.

Unerwünschte Anwendungen bleiben ein dauerhaftes Problem. Sie sind nicht per se schadhaft, aber lästig und unerwünscht, besonders wenn sie als Adware ständig aufpoppen. Von den PUAs, die SophosLabs in diesem Jahr untersucht hat, dominieren Android Skymobi Pay-Aktivitäten mit 38 Prozent. Die Sicherheitsforscher gehen davon aus, dass Android-Systeme 2018 weiterhin stark mit Ransomware und anderer Schadsoftware attackiert werden. Die größte Schwachstelle für ein einheitliches Sicherheitssystem wird demnach dabei auch weiterhin die E-Mail bleiben.