UC- und Collaboration-Markt: Cisco kauft Broadsoft

Der auf Unified Communications as a Service (UCaaS) spezialisierte Anbieter Broadsoft wird von Cisco geschluckt. Der Netzwerk-Spezialist zahlt für Broadsoft rund 1,9 Milliarden US-Dollar.

Cisco-Firmenzentrale im kalifornischen San José
(Foto: Cisco)

Broadsofts Portfolio, das über Netzbetreiber und den Channel vertrieben wird, umfasst die Kommunikationswerkzeuge »Broadworks« und »Broadcloud«. Mit der Übernahme von Broadsoft kann Cisco insbesondere sein Angebot an Collaboration-Werkzeugen für verteilte Arbeitsgruppen erweitern. Die bisherigen Broadsoft-Dienste sollen in Ciscos Kollaborationsplattform aufgehen.

Broadsoft hatte bereits im August 2017 angekündigt, einen Verkauf ausloten zu wollen. Das kann aus heutiger Sicht als klares Signal an Cisco gedeutet werden. Laut Cisco soll die Übernahme im ersten Quartal 2018 abgeschlossen werden. Cisco kämpft seit geraumer Zeit mit einer sinkenden Nachfrage im Bereich der klassischen Netzwerktechnik, dem traditionellen Standbein des Unternehmens. Mit der Verstärkung durch Broadsoft wird sich der US-Konzern nun noch stärker im UCC-Markt etablieren.

Damit die Integration des Wettbewerbers und seiner Produkte gelingt, wird sich Cisco etwas einfallen lassen müssen. So bietet Cisco die eigene Collaboration-Lösung »Spark« aus der Cloud an. Sie adressiert insbesondere das Enterprise-Segment. Broadsoft vermarktet seine Angebote in erster Linie über Netzbetreiber, in Deutschland etwa über die Telekom und Vodafone.