IT-/TK-Konvergenz gewinnt an Fahrt: TK-Distribution stößt in Zukunftsfelder vor

Die Grenzen verschwimmen: Die TK-Distribution rückt der IT-Distribution auf die Pelle – und umgekehrt. Das spürt der Fachhandel. Auch da werden die Zäune niedergerissen. Jetzt sind die TK-Grossisten gefordert, ihre Klientel mitzunehmen in die digitale Welt der Zukunft – ohne die Basics zu vernachlässigen.

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Innovativ und verlässlich. So sehen sich die Distributoren gern. Und dann erheben sie noch den Anspruch, Integratoren zu sein. Mithin Bindeglied zwischen Hersteller, Dienstleister und Reseller. Oder wie Hans-Jürgen Witfeld, Gesamtvertriebsleiter beim TK-Distributor Herweck bestätigt: »Die reine Distribution von Ware reicht nicht mehr. Wir müssen immer mehr die Funktion eines Integrators übernehmen.« Dem kann sich Berufskollege Thomas Gerlach, Managing Director Sales bei Telepart nur anschließen: »Der TK-Distributor stellt das Bindeglied zwischen Fachhandel und den neu in den Markt drängenden Herstellern dar.« Was wiederum die Firmensprecherin der Komsa-Gruppe, Andrea Fiedler, veranlasst zu ergänzen, dass man sich als Distributor sowohl für Hersteller als auch für Reseller als innovativer und verlässlicher Partner verstehe. „Wir sehen unsere Aufgabe darin, unseren Partnern in allen Fragen zuverlässig zur Seite zu stehen und ihnen den Rücken freizuhalten.«

Doch ganz so rosig sieht die Realität nicht aus. Gleichwohl nähern sich die Großhändler diesem Idealbild immer mehr an. Insofern äußern sich die Fachhandels- und Systemhauspartner durchaus positiv zu ihren Lieferanten – bei aller Kritik in Detailfragen. Dies zeigt auch die jährliche CRN-Umfrage, wie die Reseller die Leistungen ihrer Distributoren beurteilen (mehr dazu im Sonderheft Distribution Extra, das der CRN 44/17 beiliegt.).