Apple untersucht mögliche Probleme: Platzende Akkus beim iPhone 8

Kaum zwei Wochen nach dem Verkaufsstart des iPhone 8 mehren sich die Berichte über aufgeblähte Akkus, welche die Smartphones regelrecht aufplatzen lassen. Während Apple die Fälle untersucht, warnt ein Akku-Experte vor möglichen Bränden.

Auf Twitter finden sich mehrere Berichte über geplatzte iPhone 8
(Foto: Screenshot Twitter, @Magokoro0511)

Erst gut zwei Wochen ist Apples iPhone 8 im Verkauf, da könnte dem Hersteller schon ein handfestes Problem mit dem neuen Flaggschiff drohen. Inzwischen wurden mindestens sechs durch aussagekräftige Bilder belegte Fälle öffentlich bekannt, in denen sich die Akkus in den nagelneuen iPhones so aufgebläht haben, dass die Geräte dadurch aufgeplatzt sind. Offenbar sind sowohl das normale iPhone 8 als auch das größere iPhone 8 Plus von dem Problem betroffen. Auch wenn es sich damit bislang noch um einige wenige unglückliche Einzelfälle handeln könnte, dürfte die Dunkelziffer höher liegen, wie auch einige ähnliche Berichte in diversen Nutzerforen nahelegen. Angesichts des Desasters, das Konkurrent Samsung im vergangenen Jahr mit seinem Galaxy Note 7 erlebte, lässt das auch bei Apple selbst die Alarmglocken schrillen. Das Unternehmen hat sich nach eigenen Angaben einige der betroffenen Geräte schicken lassen und untersucht sie nun eingehend.

Vor allem Berichte wie der des Twitter-Nutzers Magokoro0511, wonach einige iPhones schon mit dem entsprechenden Schaden bei den Kunden angekommen sein sollen, zeigen, dass es sich tatsächlich um ein ernsthaftes Problem mit den Energiespeichern handeln könnte. Beim Galaxy Note 7 waren die Probleme hingegen meist erst beim wiederholten Laden aufgetreten. Deshalb hatte sich das ganze Ausmaß erst nach einiger Zeit gezeigt und war daher auch vom Hersteller zunächst unterschätzt worden. In einem Interview mit The Verge warnt Akku-Experte Sam Jaffe Apple deshalb davor, die Berichte ebenfalls auf die leichte Schulter zu nehmen. Das Aufblähen ist seiner Ansicht nach der Vorbote für mögliche Batteriebrände, zu denen es aber für gewöhnlich nur in einem geringen Prozentsatz der Fälle komme. Auch bei Samsung habe von den mehreren Hundert betroffenen Geräten mit aufgeblähten Akkus letztlich nur ein Dutzend tatsächlich Feuer gefangen, so Jaffe, der sich aber zugleich sicher zeigt, dass Apple mit dem gebotenen Ernst an der Sache arbeite.

Kommentare (1) Alle Kommentare

Antwort von Michael H , 09:02 Uhr

Ist mit der iWatch meiner Frau auch passiert. Da ist das Display durch einen aufgeblähten Akku heraus gebrochen. Wir waren nur froh, dass sie sich nicht an den scharfen Kanten geschnitten hat. Am Handgelenk nicht so lustig.