Konkursanmeldung der US-Gesellschaft: Gläubiger tragen Avayas Umstrukturierungsplan

Nach mehrmonatigen Verhandlungen ist es Avaya gelungen, mit Gläubigern eine Umstrukturierung und Umschichtung der Schulden zu vereinbaren. Ziel ist es, im Herbst 2017 aus dem laufenden Chapter 11-Verfahren herauszutreten.

Avaya-CEO Kennedy: »Wichtiger Meilenstein im Chapter-11-Prozess«
(Foto: Avaya)

Avaya gab jetzt bekannt, dass es eine Vereinbarung zur Unterstützung der Umstrukturierung mit Inhabern von mehr als 50 Prozent seiner sogenannten First-Lien-Schulden abgeschlossen hat. Wichtigste Kernbedingung des Plans: Avaya muss seine Schulden um mehr als drei Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Betrag vor der Konkursanmeldung reduzieren.

»Wir sind sehr erfreut, diese Vereinbarungen mit den wichtigen Stakeholdern in unserem Umstruktierungsprozess, der Ad Hoc First Lien Group und PBGC, erreicht zu haben«, erklärte dazu Avaya-CEO Kevin Kennedy. »Dies ist ein wichtiger Meilenstein im Chapter-11-Prozess und markiert den Fortschritt von Avaya bei der Umsetzung unseres Ziels, als ein stärkeres und wettbewerbsfähigeres Unternehmen hervorzugehen«.

Avaya Deutschland optimistisch

Seitens Avaya Deutschland wird die Vereinbarung der US-Gesellschaft ebenfalls positiv bewertet. Negative Auswirkungen des Chapter 11-Verfahrens in den USA auf das Deutschlandgeschäft stellt Avaya in Abrede: »In Deutschland hat sich das Geschäft währenddessen sehr positiv entwickelt; unsere Kunden und Partner haben uns ihr Vertrauen in unsere Technologien und in unser Unternehmen bestätigt. Wir konnten nicht nur unsere Kundenbasis stabil halten, sondern branchenübergreifend signifikant viele Neuprojekte gewinnen«, erklärt Wolfhart Krischke, Kaufmännischer Geschäftsleiter der Avaya Deutschland GmbH.

Sales-Chef Lukas Baur ergänzt dazu: »Wir haben unsere gesetzten Ziele nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen, und verzeichnen durchweg positive Entwicklungen und ein konstantes Wachstum bei unseren Mittelstandslösungen. Hierzu zählen neben den Bereichen Unified Communications und Contact Center insbesondere auch die Carrier Services«.