Zuviel gezahlte Lizenzgebühren: Knapp eine Milliarde für Blackberry

Im Streit um zuviel gezahlte Lizenzgebühren zahlt Qualcomm an Blackberry fast eine Milliarde Dollar.

(Foto: TCL)

Im Streit um zuviel gezahlte Lizenzgebühren kann Blackberry einen Achtungserfolg gegen Qualcomm verbuchen. Wie der kriselnde Smartphone-Hersteller mitteilt, verpflichtet sich Qualcomm, 940 Millionen Dollar an Blackberry zurückzuzahlen. Der Kompromiss war vor einem Schiedsgericht zustandegekommen. Für Blackberry ist die Summe bedeutend, schließlich entspricht sie fast dem gesamten Umsatz der letzten drei Quartale, der sich auf insgesamt 975 Millionen Dollar beläuft.

Trotz der nun beigelegten Streitigkeiten hatte Blackberry bereits im April versichert, auch in Zukunft mit Qualcomm zusammenarbeiten zu wollen. Für den Chip-Hersteller selbst ist mit dem Kompromiss zumindest ein juristisches Problem vorerst aus der Welt geschafft. Denn aktuell werfen die Branchengrößen Intel und Samsung dem Unternehmen vor, den Wettbewerb bei Smartphone-Prozessoren zu behindern. Während Intel Qualcomm missbräuchliche Patent- und Geschäftspraktiken vorwirft, moniert Samsung mangelnde Lizenzangebote des Herstellers.