Mini-Smartphone für unter 100 Dollar: Das wahrscheinlich kleinste Smartphone der Welt

Die Firma Unihertz will dem »Jelly« ein praktisches Mini-Smartphone gegen den allgemeinen Trend des »bigger is better« lancieren. Auf Kickstarter findet das ultrakompakte Gerät mit seinen 2,45-Zoll überraschend großen Anklang.

(Foto: Unihertz, Kickstarter)

Während die Smartphone-Flaggschiffe der wichtigsten Hersteller immer größer und teurer werden, geht das chinesische Unternehmen Unihertz auf radikale Weise den genau entgegengesetzten Weg. Auf Kickstarter sucht der Hersteller Unterstützer für seinen Plan, ein Mini-Smartphone mit 2,45-Zoll-Display für unter 100 Euro auf den Markt zu bringen. Und obwohl die etablierten Hersteller immer wieder betonen, der Markt für solche Minis sei nicht lohnenswert, schießt das Interesse am »Jelly« förmlich durch die Decke. Schon wenige Stunden waren das für eine Realisierung vorgegebene Ziel von 30.000 US-Dollar erreicht und sämtliche Earlybird-Angebote vergriffen. Zwei Tage nach dem Start der Kampagne hat die Crowdfunding-Kampagne inzwischen mehr als das Zwanzigfache der ursprünglich angepeilten Investitionssumme erreicht und über 6.000 Unterstützer für das Produkt begeistert. Diese Begeisterung dürfte auch daran liegen, dass die Kunden beim Jelly neben der Größe nicht auf allzu viel verzichten müssen. Der Mini kommt mit dem aktuellen Android 7, ist ein echter Dauerläufer und hat zudem einige praktische Extras an Bord.

Mit seiner Ausstattung kann sich das 92,3 x 43 x 13,3 Millimeter kleine und 60 Gramm leichte Gerät durchaus mit einigen Geräten der unteren Mittelklasse messen. Zumal die Kunden die Wahl zwischen einer einfachen Version für 79 US-Dollar, die im Super-Early-Bird-Paket sogar nur 59 Dollar kostete, und einer besser ausgestatteten Pro-Variante für 95 Dollar (75 Dollar für die ersten 300 Unterstützer) wählen können. Angetrieben wird das Jelly von einem Vierkern-Prozessor mit 1,1 GHz. In der einfachen Variante stehen diesem ein GByte Arbeitsspeicher und acht GByte interner Speicher zur Seite, beim Pro ist es jeweils doppelt so viel.

Trotz der kompakten Bauform finden im Jelly sowohl zwei SIM-Karten als auch eine MicroSD-Karte Platz, über die der Speicher noch erweitert werden kann. Das bewusst kleine TFT-LCD-Touchdisplay bietet eine für seine Größe ausreichende Auflösung von 240 x 432 Pixeln, was einer Pixeldichte von 200 ppi entspricht. Ersten Testern wie Unbox Therapy zufolge, erkennt es Eingaben auf der Bildschirmtastatur erstaunlich präzise und braucht sich auch bei Werten wie Helligkeit, Kontrast und Blickwinkelstabilität nicht zu verstecken (Video siehe Seite 2).

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