Roaming-Gebühren außerhalb der EU: Auslands-SIM schützt vor Kostenfalle

Die EU-weite Abschaffung der Roaming-Gebühren macht das Telefonieren innerhalb der Europäischen Union günstiger. Telefonate außerhalb der EU können aber extrem kostspielig werden.

Handy-Nutzung außerhalb der EU kann teuer werden
(Foto: subhanbaghirov|Fotolia)

Außerhalb der EU können die Telekom-Anbieter selbst festlegen, wie viel sie für das Telefonieren und Surfen mit dem Handy verlangen. 12.677,59 Euro zahlt zum Beispiel ein Musterkunde, der seinen deutschen Handytarif einen Monat lang in den USA nutzt – das berechnete das Verbraucherportal Finanztip. Deutlich günstiger telefonieren und surfen USA-Reisende und Besucher anderer Länder mit speziellen SIM-Karten fürs Ausland.

Da Mobilfunkanbieter in aller Regel eine Warnung aussprechen, sobald die Kosten für die Handynutzung im Ausland die 60-Euro-Grenze erreicht haben, ist das Eingangsbeispiel drastisch. Doch es zeigt auch: Für Reisen ins außereuropäische Ausland sind deutsche Handytarife nicht gemacht. »Reguliert sind die Preise nur innerhalb der EU, außerhalb können die Telekom-Anbieter selbst festlegen, was surfen und telefonieren kostet«, erklärt Daniel Pöhler, Experte für Mobilfunktarife bei Finanztip. »Einfach mit der gewohnten deutschen SIM-Karte außerhalb der EU zu telefonieren, ist teuer. Aber es gibt spezielle Anbieter, die SIM-Karten verkaufen, mit denen es weitaus günstiger geht.« Der Musterkunde in den USA hätte beispielsweise mit einer solchen Karte unter 30 Euro gezahlt.

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