Unter Tage surfen: LTE-Highspeed für die Münchner U-Bahn

Ein halbes Jahr schneller als geplant ist jetzt das LTE-Netz in der Münchner U-Bahn in Betrieb genommen worden. Fahrgäste können künftig auf einer Streckenlänge von rund 100 Kilometern mit Highspeed im Internet surfen.

Starten gemeinsam ins LTE-Zeitalter der U-Bahn-München: Jaime Lluch, Telefónica Deutschland; Karsten Fuchs, Vodafone; Ingo Wortmann, MVG und Michael Vogl, Telekom.
(Foto: Telefónica)

Die Fahrgäste der Münchener U-Bahn können künftig im Internet Geschwindigkeit aufnehmen. Denn in einem Gemeinschaftprojekt unter der Federführung von Vodafone haben jetzt die Netzbetreiber Telefónica, Telekom und Vodafone ein LTE-Netz in der Münchener U-Bahn in Betrieb genommen. Fahrgäste können nun auf einer Streckenlänge von rund 100 Kilometern mit Highspeed im Internet surfen. Das Netz ergänzt das bisherige GSM- und UMTS-Netz. In der Startphase geht LTE 1800 zunächst mit einer Datenübertragungsgeschwindigkeit von bis zu 50 Megabit pro Sekunde an den Start. In einer zweiten Ausbaustufe sollen im Laufe des Jahres 2018 auch unter der Erde LTE-Geschwindigkeiten von bis zu 150 Megabit pro Sekunde erreicht werden.

Bereits vor vier Jahren wurde das Erweiterungsprojekt für ein besseres Netz im U-Bahn Verkehr unter der Federführung von Vodafone gestartet. Die Ausrüstung der U-Bahn mit moderner Mobilfunktechnik war eine logistische Herausforderung. Die unterschiedliche Beschaffenheit der Tunnelwände musste in der Planung ebenso berücksichtigt werden wie die Krümmung der Tunnelröhren. Der Ausbau des LTE-Netzes erfolgte im laufenden Betrieb. Viele Arbeiten wurden in der kurzen Betriebspause zwischen zwei und vier Uhr nachts erledigt.

Zu den U-Bahn-Haltestellen mit dem größten Menschenaufkommen in München zählen neben dem Hauptbahnhof die Bahnhöfe Odeonsplatz, Marienplatz, Stachus und Sendlinger Tor. Dort wird ab Ende 2017 neben LTE 1800 zusätzlich auch LTE 2600 zum Einsatz kommen.