Einigung erzielt: Roaming-Gebühren sind Geschichte

Politik und Mobilfunkbetreiber haben sich nach langem Hin und Her auf die Details der Abschaffung geeinigt.

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Mit der Einigung steht nun fest, dass die Roaming-Gebühren in der EU endgültig abgeschafft werden. Die neuen Regelungen sollen ab dem 15. Juni 2017 gelten und betreffen alle Kunden, die andere Netze innerhalb der EU nutzen. Die Einigung soll den Verbrauchern Roaming zu Inlandspreisen bringen. Entgelte, die sich die Mobilfunkanbieter gegenseitig für die Nutzung ihrer Infrastruktur in Rechnung stellen dürfen, werden gedeckelt.

Die preisliche Roaming-Obergrenze für Telefonate beträgt ab dem Stichtag 3,2 Cent je Minute und für SMS höchstens 1 Cent. Beim Datenverkehr ist eine schrittweise Reduzierung der Preise bis 2022 vorgesehen. Ab 15. Juni 2017 sind noch 7,50 Euro pro Gigabyte zulässig. Am Ende sollen pro Gigabyte noch 2,50 Euro anfallen. »Das war das letzte Puzzleteil«, so Andrus Ansip, EU-Kommissar für den digitalen Binnenmarkt. Die Zustimmung von Parlament und EU-Rat steht noch aus, gilt aber als sicher.