»Täuschung der Verbraucher«: Bundesnetzagentur verbietet Vodafone-Werbeschreiben

In den Streit um ein dubioses Werbeschreiben von Vodafone Kabel Deutschland hat sich jetzt die Bundesnetzagentur eingeschaltet und den Versand dieses Schreibens untersagt. Das Unternehmen habe versucht, Verbraucher zu täuschen, heißt es in der Begründung.

Bundesnetzagentur zeigt Vodafone die rote Karte.
(Foto: Brian Jackson - Fotolia.com)

Die Bundesnetzagentur hat Vodafone Kabel Deutschland jetzt untersagt, die vor kurzem aufgetauchten dubiosen Werbeschreiben weiterhin zu versenden. In diesen Schreiben wurden Verbraucher unter Fristsetzung zu einer telefonischen Kontaktaufnahme aufgefordert. Die Kontaktaufnahme sollte dabei über verschiedene (0)800er Rufnummern erfolgen.

»Das Unternehmen hat versucht, Verbraucher zu täuschen und als Kunden zu gewinnen«, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Solch wettbewerbswidriges Verhalten werde durch die Bundesnetzagentur konsequent geahndet.

Mit allen Mitteln auf Kundenfang

Die Briefe wurden beispielsweise mit dem Betreff »DVB-T-Abschaltung erfordert Umstellung auf moderne TV-Versorgung« versendet. Auf dem rosafarbenen Umschlag stand zudem der Hinweis »Wichtige Hinweise zu Anschlussdiensten in Ihrem Gebäude«. Die Schreiben erweckten einen amtlichen Eindruck und waren zum Teil zusätzlich mit einem Stempel »Wiederholter Zustellversuch« gekennzeichnet.

Darüber hinaus wurden auch Postkarten versendet. Sie enthielten den Hinweis »Wichtige Information« und waren zum Teil ebenfalls auch mit einem Stempel »Wiederholter Zustellversuch« versehen. Anlass war eine angebliche »wichtige Neuerung der Telefon- und Internet-Technologie«.

Die Werbung war persönlich adressiert und nicht mit einem Firmenlogo versehen. Lediglich im Kleingedruckten war zu sehen, dass die Adressdaten der Empfänger zur werblichen Ansprache von einem Dienstleister bezogen wurden. Wenn Vodafone Kabel Deutschland das Verbot durch die Bundesnetzagentur ignoriert und die Werbeschreiben weiterhin versendet, will die Bundesnetzagentur weitere Maßnahmen prüfen. So wurden bereits Zwangsgelder in Höhe von 20.000 Euro angedroht.