Microsoft-Leaks: So soll das Surface Phone aussehen

Ein Insider hat neue Details zu Microsofts Plänen für ein Surface Phone verraten und dazu auch gleich einige Bilder veröffentlicht.

(Foto: Screenshot Twitter @evleaks Evan Blass)

Der bekannte Tech-Leaker Evan Blass, der über seinen Twitter-Account evleaks immer wieder heiße Neuigkeiten zu kommenden Geräten vorab präsentiert, heizt die Gerüchte um ein Surface Phone von Microsoft weiter an. Zunächst postete er einige Bilder, bei denen es sich wohl um Renderings von einem unbekannten Windows-Smartphone handelt, mit der Frage »Angetrieben von einem Intel-Prozessor der Laptop-Klasse, hätte Dir das den Atem geraubt?«. Das sehr flache Gerät sieht dem typischen Design der Surface-Familie jedenfalls durchaus ähnlich. Einige Quellen gehen davon aus, dass es sich dabei um einen Prototypen von Dell handelt, der nie in Serie ging. Das würde auch den Informationen anderer Blogger entsprechen, dass sich Microsoft bei den Surface Smartphones hauptsächlich auf Partner wie HP, Dell und Lenovo verlassen und nur wenige oder gar keine eigenen Geräte bauen will.

Als der Verge-Redakteur Tom Warren auf den Tweet antwortete, das gezeigte Gerät sei nicht mehr als ein nettes Konzept, das wahrscheinlich aus der Marketing-Abteilung von Microsoft stamme, legte Blass allerdings noch einmal nach, es handle sich dabei durchaus um »mehr als ein Konzept«. Blass deutete an, dass er noch weit mehr Informationen zum Surface Phone habe und empfahl dem Kollegen, ihm weiter zu folgen. Dazu stellte er weitere Bilder online, die das Gerät offenbar in Praxistests zeigen. Microsoft sei mit der Entwicklung schon weiter, als manch einer vermuten würde, orakelte er weiter. Als Betriebssystem soll dabei trotz der vollwertigen CPU Windows 10 Mobile zum Einsatz kommen. Insofern darf man nun also gespannt sein, was Blass in nächster Zeit zu diesem Thema noch zu sagen haben wird.

Auch wenn Microsoft sich mit der Einstellung der Lumia-Serie aus dem Endkundengeschäft bei Smartphones verabschiedet hat, würde der Zugang über den Business-Markt durchaus Sinn machen. Auch das Unternehmen selbst hat in den vergangenen Monaten immerwieder betont, dass man die Smartphone-Welt und das dort aufgebaute Know-how keineswegs komplett abschreiben will. Immerhin hat man Windows 10 mit Funktionen wie Continuum extra auf eine Verschmelzung zwischen mobiler und Schreibtischwelt hin entwickelt und damit eigentlich ein Ass im Ärmel, das die Konkurrenz in vielen Bereichen der produktiven Arbeit locker ausstechen könnte. Ein leistungsfähiges Smartphone, das nahtlos mit PCs, Notebooks und Geräten wie dem Surface Pro und deren Software zusammenarbeitet, dürfte im Unternehmensbereich durchaus gute Chancen haben. Vor allem, wenn es Microsoft und seinem angestammten Partner Intel tatsächlich gelingt, einen x86-Desktopprozessor ungekühlt in einem Smartphone zu nutzen.