Marketing-Gier siegt über Ingenieure: Die Ursache des Samsung-Desasters

Alles was bisher an Informationen über die Brände im Galaxy Note 7 erhältlich ist, lässt nur einen Schluss zu: Der gefürchtete Thermal-Runaway-Effekt setzt die Smartphones in Brand. Doch was steckt dahinter und wer ist schuld?

Fazit: Kleiner Fehler, großer Schaden

Fazit: Höhere Energiedichten und weniger Platz für die Akkus im Gehäuse führen dazu, dass die Toleranzen im Fertigungsprozess enger werden und schon kleine Abweichungen Fehler auslösen können. Die vielen offenen Apps lasen hohe Ströme fließen. Stoßen sie auf eine Zelle, die am Rand der engen Toleranzen im Fertigungsprozess liegen, dann können eben hin und wieder Geräte brennen. Bleibt nicht genügend Zeit zur sorgfältigen Prüfung der Geräte, um die statistischen Ausreißer zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen – etwa die Akkulaufzeit zu reduzieren, um auf der sicheren Seite zu bleiben –, nimmt das Desaster unweigerlich seinen Lauf.

In diesem Fall hat wohl das Marketing über alle technischen Bedenken gesiegt: »Das Know-how bei Samsung ist vorhanden, das Unternehmen baut sehr gute Akkus, ich habe großen Respekt vor der Technik von Samsung«, erklärt Pettinger. »Besonders schade an dem Fall ist, dass nun die gesamte LiIonen-Technik wieder in Verruf kommt.«

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