Mobiler Online-Einkauf legt zu: »Apps gehören zur Grundausstattung eines erfolgreichen Online-Shops«

Die Deutschen gehen immer häufiger via Smartphone und Tablet auf mobile Einkaufstour. Darauf müssen sich die Anbieter einstellen, wenn sie nicht den Anschluss verlieren wollen.

Immer mehr Anwender shoppen via Smartphone.
(Foto: daviles - Fotolia.com)

Immer mehr Anwender von Smartphone oder Tablet nutzen ihre Geräte intensiv zum Shopping. Allein die Zahl der Smartphone-Shopper hat sich Innerhalb von zwei Jahren fast verdoppelt (39 Prozent), wie die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Bitkom ergeben hat. Mehr als ein Viertel der Befragten (27 Prozent) nutzt demnach das Tablet zum Online-Shopping von Produkten, Dienstleistungen oder Digitalem wie Filmen. Einkäufe via Laptop (64 Prozent) oder Desktop-PC (50 Prozent) sind hingegen rückläufig.

»Online-Shopping wird zum Mobile-Shopping«, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Er ist davon überzeugt: »Benutzer- und bedienfreundliche Apps, die auf die jeweiligen Endgeräte angepasst sind, gehören zur Grundausstattung eines erfolgreichen Online-Shops.« Bereits heute verwenden heute auf dem Smartphone schon knapp sieben von zehn Mobile-Shoppenden (68 Prozent) Apps zum Einkauf, bei den Tablets ist es gut die Hälfte (51 Prozent).

Fast alle Internetnutzer shoppen online

98 Prozent aller Internetnutzer haben in den vergangenen zwölf 12 Monaten online etwas gekauft. Vier Prozent kaufen täglich, jeweils ein Siebtel (14 Prozent) shoppt einmal oder mehrmals pro Woche online, knapp die Hälfte (47 Prozent) mehrmals pro Monat. »Online-Shopping ist längst zum Massenphänomen geworden und heute so alltäglich wie der Gang ins Geschäft. Die Häufigkeit beim Online-Shopping nimmt auch deshalb immer weiter zu, da die Nutzer mit dem Einkaufserlebnis zufrieden sind«, so Rohleder. Er ist überzeugt: »In den kommenden Jahren werden die Zugangsschwellen etwa durch ausgefeiltere Apps oder noch einfacheres Bezahlen weiter sinken, wodurch die Umsätze im E-Commerce weiter steigen werden.«

Mittlerweile gibt es kaum mehr etwas, was es nicht online zu kaufen gibt. Wurden zu Beginn des Online-Handels vor allem Bücher und Kleidung online erworben, haben inzwischen andere Produktgruppen, die bisher noch weitgehend im stationären Einzelhandel gekauft wurden, stark aufgeholt. Zwar liegen Kleidung (82 Prozent) und Bücher (76 Prozent) immer noch auf den vordersten Plätzen. Pharmaprodukte haben mittlerweile aber auch schon 56 Prozent aller Online-Shoppenden online gekauft, in der Gruppe der ab 65-Jährigen sind es sogar zwei Drittel (65 Prozent). Auch elektronische Haushaltsgeräte (59 Prozent), Heimwerkerbedarf (38 Prozent), Kosmetik (55 Prozent) oder Tierfutter (25 Prozent) werden heute gerne im Netz gekauft. Lebensmittel, die lange Zeit als letzte Bastion des stationären Handels galten, haben mittlerweile mehr als ein Viertel der Online-Shopper (28 Prozent) im Internet bestellt.

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