Gefährliche Bastelanleitung: Versteckter Kopfhöreranschluss im iPhone 7

Ein Youtube-Video behauptet frech, dass das iPhone 7 sehr wohl über einen versteckten Kopfhöreranschluss per Klinkenbuchse verfügt, der lediglich vom Nutzer freigelegt werden müsse.

Das iPhone 7 lässt sich ganz einfach aufbohren - geht dabei aber unter Umständen kaputt
(Foto: Screenshot Youtube - TechRax)

Nach dem Erscheinen eines neuen iPhones ist das Aufbranden der Gerüchte über die nächste Generation ebenso sicher wie zahlreiche Anleitungen im Internet, wie sich die Geräte durch echte und erfundene Tipps und Tricks aufbohren lassen. Im wahrsten Sinne des Wortes geht es darum auch in einem aktuellen Youtube-Video mit dem Titel »Secret Hack To Get Headphone Jack on the iPhone 7« (»Geheimer Hack um eine Kopfhörerbuchse am iPhone 7 zu bekommen«). Darin bestätigt der Channel TechRax, hinter dem der in den USA lebenden Ukrainer Taras Maksimuk steckt, im Internet kursierende Gerüchte, dass Apple bei dem Gerät eben doch einen entsprechenden Anschluss verbaut, diesen aber mit dem Gehäuse überdeckt habe, um so mehr Gewinn mit dem Verkauf kabelloser Kopfhörer zu machen. Also demonstriert Maksimuk kurzerhand, wie sich die angeblich an der üblichen Stelle versteckte Buchse freilegen lässt. Dazu spannt er das iPhone 7 einfach in einen Schraubstock und bohrt an der Unterseite mit seinem Akkuschrauber ein Loch in das Gehäuse. Anschließend steckt er seine Kopfhörer in dem Loch ein und spielt zum Beweis Musik ab. Mit diesem einfachen Trick lässt sich also scheinbar das am häufigsten kritisierte Manko des neuen Modells in wenigen Sekunden beheben.

Doch wer ein gesundes Maß an Skepsis besitzt, sollte bei so einer »Anleitung« eigentlich selbstverständlich von einem Hoax ausgehen, zumal die Musik am Ende des Clips ganz offensichtlich aus den Lautsprechern des iPhones kommt und nicht aus den Kopfhörern. Darüber hinaus zeigt der Youtuber in weiteren Videos auf seinem Kanal auch grundsätzlich eine gewisse Zerstörungswut gegenüber dem iPhone 7, indem er es beispielsweise in die Mikrowelle steckt und mit flüssigem Stickstoff traktiert. Doch wie in der Vergangenheit schon öfters, etwa bei einem angeblichen Softwareupdate mit dem das iPhone wasserdicht werden sollte (siehe: iOS 7: Apple-Fans versenken ihre iPhones), fallen auch dieses Mal offenbar zahlreiche stolze Besitzer des iPhone 7 auf den fiesen Scherz rein. Während einige der inzwischen über zehn Millionen Betrachter das Tutorial augenzwinkernd loben und sich für die kostenlose Aufrüstmöglichkeit bedanken, die bei ihnen problemlos funktioniert habe, beschweren sich andere darüber, dass sie mit dem Vorgehen keine Kopfhörerbuchse gefunden, sondern nur ihr kostbares Gerät zerstört haben. Der Autor berichtet außerdem, dass er auch über soziale Netzwerke mehrere böse Mails und sogar Drohungen von Apple-Freunden erhalten habe, die auf diese Weise ihr neues Lieblingsspielzeug direkt wieder geschrottet haben. Aber vielleicht haben sie auch einfach nur an der falschen Stelle gebohrt?